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Schnellere Hilfe im Einsatz: Vom Spaßobjekt zum Forschungsprojekt

Technik TU Bergakademie hat eine Feuerwehr-App entwickelt

Freiberg. 

Freiberg. Es habe eigentlich als eine kleine Spielerei begonnen, erzählt Professor Konrad Froitzheim von der Fakultät für Mathematik und Informatik der TU Bergakademie Freiberg. Als vor zehn Jahren Tablets aufkamen, da habe man sich mal drangesetzt und geschaut, was man so darauf programmieren könne. "Zunächst haben wir eine Menge Spaß damit gehabt", so Froitzheim. "Wir machten davon auch ein Video, welches irgendwie zum Fernsehen kam und von da an wurde es ein regelrechtes Forschungsprojekt." Gemeint ist eine App speziell für Feuerwehren. 2013 wurde dafür mit dem sächsischen Innenministerium die erste Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um sie zu entwickeln. Jetzt, sieben Jahre später, läuft sie erfolgreich auf den Tablets der Wehren im Lande. Doch wolle man deren Weiterentwicklung nachhaltig untersetzen, sagte Sachsens heutiger Innenminister Roland Wöller bei seinem Besuch der Ressourcenuniversität am Mittwoch. So wurde eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen Land und TU Bergakademie unterzeichnet. "Wir stellen das Projekt damit auf eine solide Basis", so Wöller. Er wisse, dass gerade im Forschungsbereich Planungssicherheit ein entscheidender Punkt sei. Die App stellt eine deutliche Verbesserung für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren dar, bestätigt auch Björn Rosenkranz, Leiter der Freiberger Feuerwehr. Schon allein die Tatsache, dass man nun per Klick alle Hydranten am Einsatzort auf einer Karte finde, dass man über eine Atemluftüberwachung verfüge und noch zahlreiche weitere Verbesserungen, das mache die App im Einsatz so wertvoll. "Früher hätten wir einen ganzen Aktenschrank mitnehmen müssen", so Rosenkranz. "Heute muss das nicht sein." Die Tatsache, dass diese App auch ohne Zugang zum Internet funktioniert, mache sie doppelt wertvoll, denn im ländlichen Raum ist nicht an jeder Stelle das Netz verfügbar.



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