Schnitzer fertigt auch Klitzekleines

Hobby Hölzerne Kunstwerke erfordern Geduld

Gersdorf. 

Wenn Schnitzer Steffen Bochmann zu seinen Werkzeugen greift, sind diese oftmals äußerst fein. Denn der Gersdorfer lässt aus Lindenholz regelmäßig Miniaturen entstehen. Nur zwei Zentimeter sind die Figuren manchmal groß. Sogar eine Pyramide in einer Haselnuss und eine Krippenfigur im Kirschkern sind schon entstanden. "Zuletzt waren es wieder Bergbaufiguren, die ich geschnitzt habe. Eine Lupe brauche ich dafür aber nicht", erklärt der 35-Jährige. Bis zu 25 Stunden kann es dauern, ehe so ein Miniaturbergmann fertig ist. Geschnitzt werden unterschiedlichste Figuren, bei denen sich Kleidung, Werkzeuge und Körperhaltung unterscheiden. Beigebracht hat sich der Gersdorfer das Schnitzen selbst. Die ersten Versuche wurden im Alter von zwölf Jahren gestartet. Auch beim Malen und Zeichen hat Steffen Bochmann Talent. Neben Auftragsschnitzereien und eigenen Ideen stehen hin und wieder auch Möbelrestaurationen auf dem Programm. Zudem versucht sich Bochmann auch an Schmuck und hat sich deshalb auch die Technik angeeignet, wie Holz mit Blattgold vergoldet werden kann. So werden auch hölzerne Gestaltungselemente oder Schilder, die im Außenbereich zum Einsatz kommen, nicht nur zu echten Hinguckern, sondern auch dauerhaft haltbar. "Mit Goldfarbe ist das einfach nicht machbar", betont Bochmann, der auch schon christliche Figuren und Weihnachtskrippen geschnitzt hat. Deshalb dürfen Arbeiten des Gersdorfers auch nicht fehlen, wenn am Sonntag im Rahmen des Pyramidenfestes in der Marienkirche Krippen ausgestellt werden.