Schüler-Busgebühren sinken ab 2018/19

Kreistag Teils starke Entlastung für Eltern

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Foto: huettenhoelscher/iStock Editorial

Mittelsachsen. Frohe Kunde für alle Eltern mit schulpflichtigen Kindern: Eine neue Schülerbeförderungssatzung wird ab dem Schuljahr 2018/2019 im Zuständigkeitsbereich des Zweckverbandes Verkehrsverbund Mittelsachsen in Kraft treten, die teils enorme finanzielle Erleichterungen mit sich bringt.

Die Kreisräte beauftragten den Landrat auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr, einem entsprechenden Entwurf zuzustimmen. Demnach sinkt der Elternanteil in Mittelsachsen für die Klassen eins bis vier von 110 auf 15 Euro und für Schüler ab Klasse fünf von 145 auf 112,50 Euro. Für Schüler an Förderschulen für geistige Entwicklung entfällt der Anteil komplett. Bei Nutzung des freigestellten Schülerverkehrs gelten die Beträge bei einem Schulweg bis 20 Kilometer, darüber hinaus gelten gestaffelte Anteile.

"Grundsätzlich erfolgt die Beförderung über den öffentlichen Personennahverkehr, sollte dies nicht möglich sein, werden Extrafahrten organisiert. Dies nennt man dann den freigestellten Schülerverkehr", erklärt der Leiter der Abteilung ÖPNV, Verkehrswirtschaft und Schulen, Thomas Kranz.

Einheitliche Kostensätze im Landkreis Mittelsachsen

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen Hortkinder anstelle ihren Beförderungsanspruches im freigestellten Schülerverkehr auf dem Weg zwischen Schule und Wohnung nach Unterrichtsschluss einen Anspruch auf Beförderung zur Horteinrichtung geltend machen können. Erstmals sieht die Regelung eine ausdrückliche Regelung der Schulwegezeit vor, die im Normalfall bis zu 60, aber bei auftretenden Besonderheiten bis 90 Minuten betragen kann.

Ziel der neuen Satzung mit Gültigkeit ab Sommer ist es, dass in allen Landkreisen, die sich hieran beteiligen, einheitliche Kostensätze existieren. Neben den Landkreisen Mittelsachsen und Zwickau ist der Zweckverband im Bereich der Schülerbeförderung auch für den Erzgebirgskreis zuständig.