Schüler diskutieren mit Politikern über die Zukunft der EU

Beteiligung Mittweidaer Gymnasiasten gestalten Gesprächsrunde

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Auch die Bundestagsabgeordnete Simone Raatz diskutierte mit den Schülern über die Zukunft von Europa. Foto: C. M. Brinkmann

Mittweida. Von einem angeblichen Desinteresse der jungen Generation an Politik war am vergangen Mittwoch im Städtischen Gymnasium der Stadt Mittweida nichts zu spüren. Aufmerksam und angeregt diskutierten hier Schüler mit Politikern über die Zukunft von Europa. Die Veranstaltung wurde von den Gymnasiasten inhaltlich vorbereitet und durchgeführt.

An der von Schülern des Gymnasiums moderierten Diskussionsrunde nahmen neben den Europapolitikern Dr. Peter Jahr, Dr. Cornelia Ernst und Dr. Walter Deffaa auch der Chef der Staatskanzlei des Freistaates Sachsen Dr. Fritz Jaeckel und die Bundestagsabgeordnete Dr. Simone Raatz teil.

Folgen des Brexit wurden unteranderem disktutiert

Themen im Podium waren neben der Frage nach an einer europäischen Armee auch die Folgen des Brexit und der Flüchtlingskrise. "Europa wird in euren Händen liegen. Macht was draus", wandte sich Dr. Jahr direkt an die teilnehmenden Schüler. Sein Kollege Dr. Deffaa ergänzte: "Empfinden Sie die EU nicht als fremde Macht, die Einfluss auf Sie nehmen will. Beteiligen und gestalten Sie".

Nach der etwa einstündigen Diskussionsrunde im Plenum folgten vier ebenfalls von Gymnasiasten moderierte Gesprächskreise, an denen neben den Schülern und den Gästen aus dem Podium auch die sächsische Landtagsabgeordnete Iris Firmenich und der mittelsächsische Landrat Matthias Damm teilnahmen.

Vorgaben aus Brüssel nicht immer nachvollziehbar

Die themenspezifischen Gesprächsrunden beschäftigten sich mit den Römischen Verträgen, dem zukünftigen Weg der EU nach dem Brexit, dem europäischen Gedanken in der Region und den Möglichkeiten, die die Europäische Union für junge Leute bietet. In den Gesprächen wurde klar, dass bürokratische Vorgaben aus Brüssel nicht immer nachzuvollziehen sind. Die Vorteile der EU sind allerdings auch in Mittweida präsent.

So wurden der Umbau des Gymnasiums oder das Zentrum für Medien und Soziale Arbeit in Mittweida durch europäische EFRE-Mittel finanziert. Global gesehen brachte die Wertegemeinschaft zudem einen bereits 70 Jahre wehrenden Frieden in Europa. Zum Schluss der Veranstaltung sprachen sich die Schüler für einen Verbleib Deutschlands in der Europäischen Union aus.