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Schulen platzen aus den Nähten

Bildung Kinderboom in Frankenberg: Zu wenig Platz in Krippen und Schulen

Ein wahrer Kinderboom bereitet der Stadt Frankenberg Sorgen. "Wir können derzeit den Bedarf an Krippenplätzen nicht selbst zu 100 Prozent decken", erklärte Sandra Sabarowski zur jüngsten Stadtratssitzung. Die Eltern würden daher mit ihren Kindern nach Flöha verwiesen, wo mit der Kita Baumwollzwerge mit 370 Kita-, Kindergarten- und Hortplätzen die wohl größte Kita in Sachsen besteht. Man wolle die Situation nach der Sanierung der Kita Taka-Tuka-Land neu beurteilen und, wenn dann noch notwendig, in der früheren Neubauschule Krippenplätze einrichten, so die Leiterin des Eigenbetriebs Bildung, Kultur und Sport.

Auch die Schülerzahlen sind so sehr angestiegen, dass in der Astrid-Lindgren-Grundschule ab dem neuen Schuljahr vier und in der Evangelischen Grundschule St. Katharina zwei erste Klassen gebildet werden müssen. "Damit stoßen wir im Bildungszentrum an räumliche Grenzen", so Bürgermeister Thomas Firmenich. Er schlug daher den Stadträten eine Nutzungsänderung vor: Die Kinderbibliothek zieht in das sanierte ehemalige Hotel "Zum Ross" um, die Kreismusikschule nutzt Räumlichkeiten in der Viehweg-Oberschule und im Gymnasium. Dadurch wird auch eine neue Raumkonzeption im Stadthaus "Ross" erforderlich. Das Gewerbe verbleibt im Erdgeschoss, die erste Etage beherbergt künftig das Archiv, die Erwachsenbibliothek wird im zweiten Stock untergebracht, die Kinderbibliothek unterm Dach. Dort sollten eigentlich die Mitarbeiter des Eigenbetriebes einziehen, die nun in ihren derzeitigen Räumen in der alten Feuerwache bleiben müssen. Die von den Stadträten einstimmig bestätigte veränderte Raumnutzung soll zum Schuljahr 2016/17 in Kraft treten, was auch bedeutet, dass bis dahin das Stadthaus fertiggestellt sein muss.



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