Schulsanitäter werden mit Defibrilator ausgerüstet

Übergabe Cotta-Gymnasium in Brand-Erbisdorf

Brand-Erbisdorf. 

Brand-Erbisdorf. Es ist kein normaler Unterricht, der in dem großen Klassenraum des Bernhard-von-Cotta-Gymnasiums in Brand-Erbisdorf an diesem Mittwoch stattfindet. Das ist allein schon daran zu erkennen, dass die 20 Schüler, die dort sitzen, alle aus unterschiedlichen Klassenstufen kommen. Zum reinen Vergnügen sind sie nicht hier, ganz im Gegenteil, denn sie vertiefen regelmäßig ihre Kenntnisse beispielsweise bei Knochenbrüchen, Zerrungen oder Verstauchungen, wie an diesem Tag. Es sind die Schulsanitäter der Bildungseinrichtung.

Lehrerin Anne Richter ist eine von zwei Verantwortlichen, welche die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen übernehmen. "Insgesamt sind es über 30", sagt Richter. "Und sie kommen aus den Klassenstufen Fünf bis Elf." Jede Woche sitzen sie zwei Stunden zusammen und lernen, wie man im entscheidenden Moment einem Schüler oder Lehrer helfen kann, wenn ein Notfall eingetreten ist.

Die Kinder müssen den richtigen Umgang mit den Geräten lernen

Ein Partner dabei ist das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Freiberg. Auf dem technischen Stützpunkt des DRK an der Halsbrücker Straße in Freiberg können die Sanitäter regelmäßig an einigen Geräten üben, die in der Schule noch nicht vorhanden sind. Zumindest, was die Arbeit mit einem Defibrillator angeht, ändert sich das bald, denn so ein Gerät wird dem Gymnasium demnächst vom DRK überlassen. Doch muss man auch genau wissen, wie man damit umgeht.

Holger Schulz, Gebietsleiter Süd-Ost der Gesellschaft für Medizintechnik meetB, brachte in der vergangenen Woche einen Übungsdefibrillator mit, den er der Schule spendete. "Ich finde es wichtig, die Kinder frühzeitig an diese Technik heranzuführen", so Schulz. "Auch wir haben Nachwuchssorgen und unterstützen solche Projekte, weil sich vielleicht jemand dann später für diese Arbeit entscheidet."