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Schwärme von Junikäfern

Plage Zu Hunderten unterwegs: Hochsaison der Käfer

Leipzig/Chemnitz. Die idyllische Abenddämmerung wird derzeit durch lautes Gebrumme gestört. Die sogenannten Junikäfer, artverwandt mit den Maikäfern, treiben in Deutschland und auch in Mittelsachsen ihr Unwesen.

Aus dem Nichts tauchen die etwa 14 bis 18 Millimeter großen Käfer auf und schwirren umher. Die Insekten haben in den Sommermonaten Hochsaison, teilte Susanne Kleiber, Geschäftsführerin des Naturschutzbundes Sachsen, mit. "Die Käfer verstecken sich tagsüber in Bäumen und fliegen abends in großen Schwärmen aus", so Kleiber. Zu diesem Phänomen käme es nur alle drei bis vier Jahre, denn die Käfer befinden sich derzeit bereits im Rentenalter: "Die Junikäfer leben noch etwa drei bis vier Wochen. Zwei Drittel der umherfliegenden Tiere sind Männchen auf Paarungsflug", erklärte die Nabu-Geschäftsführerin. Im Anschluss an die Paarung werden die Weibchen Ende Juli etwa 35 Eier im Boden vergraben und kurz darauf sterben. Die Larven, auch Engerlinge genannt, überwintern zwei Jahre und verpuppen sich im Frühjahr des dritten. Danach wiederhole sich der Kreislauf erneut, so Kleiber. Die Gerippten Brachkäfer, wie die Insekten offiziell heißen, mögen die warmen Temperaturen, weshalb die Population in diesem Jahr besonders groß sei. Auch wenn sie durch ihren Flügelschlag bedrohlich anmuten, gefährlich sind die Käfer nicht: "Junikäfer beißen nicht und sind völlig harmlos."



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