Schwibbogen zeigt Motive der Stadt

Holzkunst Einzelstück von Jens Kriegel ist im Daetz-Centrum zu sehen

Die neue Erzgebirgsabteilung im Daetz-Centrum zeigt auch ein Exponat, auf dem Lichtensteiner ihre Heimatstadt wieder entdecken können. Denn Jens Kriegel aus dem Zwönitzer Ortsteil Brünlos, der Experten für Schwibbögen mit Stadtmotiven ist, hat auch Lichtenstein als ein solches kleines Kunstwerk entstehen lassen.

Doch dafür ist einige Arbeit nötig. "Zuerst bin ich nach Lichtenstein gefahren und habe die besonderen Gebäude fotografiert", erzählt der 45-Jährige, der hauptberuflich als Handelsvertreter tätig ist. Die Laurentiuskirche, das Museum am Altmarkt und das Parkschlösschen wurden genauso dokumentiert, wie das alte Callenberger Rathaus, die Alrowa und das Gasthaus auf der Alberthöhe oder das Schloss. Ein kleiner Eiffelturm verweist auf die Miniwelt und das Daetz-Centrum sollte ebenfalls Teil des Schwibbogens werden. Nachdem die Motive als Bleistiftzeichnungen umgesetzt wurden, folgte die Erfassung im einem speziellen Computerprogramm mit dem schließlich der Laser gesteuert wird, der die feinen Motive ins Holz schneidet. Danach folgen noch eine Reihe von Feinarbeiten per Hand, unter anderem das Schleifen der Oberfläche, sowie später die Montage des kompletten Schwibbogens und seiner Beleuchtung.

Der im Daetz-Centrum zu sehende Bogen ist dabei ein Unikat, das speziell für die Ausstellung gefertigt wurde. Es gibt ihn aber in kleineren Varianten zu kaufen, unter anderem in dem Shops von "Freie Presse". Eine kleine Geschichte zur Lichtensteiner Historie hat Jens Kriegel passend zu dem Schwibbogen ebenfalls geschrieben. Neben Lichtenstein wurden schon viele andere Orte als Schwibbögen verewigt. Der erste wurde für Thalheim gefertigt und es folgten Zwönitz, Freiberg, Hohndorf, Zschopau und andere Erzgebirgsorte, aber mit Rostock oder Nürnberg auch weiter entfernte Städte.