Sechs Paste-ups für das Gasthaus

Kunstwerkstatt Gelungener Ferienauftakt für die jungen Künstler in der Volkskunstschule Oederan

sechs-paste-ups-fuer-das-gasthaus
Christian Rug, Paul, Finja und Kim (v.l.) beim Ankleistern eines der Paste-ups an "Drei Schwanen". Foto: Ulli Schubert

Oederan. Seit Donnerstag wird das ehemalige Gasthaus "Zu den Drei Schwanen" von Monstern heimgesucht. Die sechs Bilder - im Fachjargon der Streetart-Künstler Paste-ups genannt - sind eines der Ergebnisse der diesjährigen Ferien-Kunst-Werkstatt der Volkskunstschule. Sie sollen einerseits auf den Zustand des ruinösen Gebäudekomplexes hinweisen und diesen zum anderen ein bisschen freundlicher aussehen lassen.

"Es sind neben grusligen nämlich auch freundliche Monster dabei", erklärt Finja aus Görbersdorf. "Wir haben außerdem noch T-Shirts bemalt und Vögel aus Pappmaché gebaut", so die künftige Sechstklässlerin. Wie sie ist auch Kim aus Sayda zum ersten Mal bei einer Kunst-Werkstatt für Kinder dabei. "Meine Mama fand das toll, als sie davon erfuhr, und mir gefällt es inzwischen ebenso wirklich sehr gut."

Malen und Keramik in den Ferien

Zusammen mit Christian Rug, der in Leipzig in der mobilen Kinderarbeit tätig ist, leitete Constanze Riedel-Sturge die Werkstatt. Sie war des Lobes voll für die diesjährigen Teilnehmer. "Sie waren eifrig bei der Sache und haben sich viele Gedanken gemacht, manche sogar schon vorher."

Fleißig gearbeitet wurde auch in den anderen Räumen des einstigen Spitals. Anna Jörg aus Chemnitz nahm am Malkurs teil und fand diesen sehr inspirierend. "Wir haben sehr viel Input erhalten", so die junge Künstlerin, die sich auch in den anderen Werkstätten umschaute. So auch bei den Keramikern, bei denen sich eine erkleckliche Anzahl von Köpfen auf dem Tisch tummelten, die allesamt an den vier Werkstatt-Tagen entstanden.

Für viele der mehr als 50 Teilnehmer der Werkstätten ist es ausgemachte Sache, dass sie bald wieder einen der Kurse der Volkskunstschule Oederan besuchen werden.