Seit 50 Jahren schallt es laut: Au-He

Jubiläum Engagement, Elan und Lebenslust halten den Breitenauer Carnevalsclub am Leben

Wer von den ersten Veranstaltungen des Breitenauer Carnevalsclubs (BCC) aus eigenem Erleben berichten kann, der muss - Entschuldigung - schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben. Denn die Breitenauer feiern in diesem Jahr bereits den 50. Geburtstag ihres närrischen Vereins. Seine Gründung war ein Ergebnis des Schul- und Heimatfestes im Jahr 1962. Schon die erste öffentliche Faschingsveranstaltung in Breitenau fand einen Zuspruch, mit dem auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet hatten. "Es war eine Mischung aus Lebensfreude, Satire und Selbstironie, die die Menschen begeisterte und Jahr für Jahr für eine steigende Beteiligung sorgte", ist in den in diesem Jahr erschienen "Chronistischen Beiträgen" von Günther Braune zu lesen. Die Auftritte fanden im heimischen Gasthof und in der "Hetzdorfer Schweiz" statt. Aus den Ortsnamen Breitenau und Hetzdorf wurde der legendäre Schlachtruf "Au-He" entwickelt. Ab der 26. Karnevalssaison war die "Bauernstube" das Domizil, seit November 1992 der Gasthof in Börnichen, zwei Seitensprünge in die "Räuberschänke" Hartha eingeschlossen. Seit 2006 wird die Saison im Oederaner Bürgersaal eröffnet.

1988 übernahm Rolf Frenzel das Zepter des Präsidenten von seinem Vater Alexander. Er hatte den BCC dann über die Klippen der Wende zu steuern und die Vereinsgründung zu bewältigen, nicht ahnend, dass der Papierkram auch in den folgenden Jahren nicht weniger werden würden. Rolf Frenzel hatte das närrische Treiben schon als Kind kennengelernt und wuchs quasi in das Vereinsleben hinein. So ähnlich verläuft die Karriere eines Narren meist auch heute noch - jedenfalls bei den Faschingsvereinen.

2008 reichte er die Verantwortung an Uwe Krasselt weiter.