Seltene Pauken zu Gast in Freiberg

Novum Instrumente erklangen zum Jubiläums-Festakt in der Silberstadt

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Ralf-Peter Schulze (l.) und Andreas Schwinger an den Silberpauken. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Nur kurz waren die beiden silbernen Pauken zu Gast in Freiberg. Zum Festakt "800 Jahre Ersterwähnung Freibergs" am Montag wurden sie vom Perkussionisten der Mittelsächsischen Philharmonie angeschlagen, dann mussten sie schon wieder zurück ins Depot der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Stammt das Silber aus Freiberg?

Bei Andreas Schwinger, Sachgebietsleiter Kultur im Amt für Kultur-Stadt-Marketing, und Ralf-Peter Schulze, Intendant des Mittelsächsischen Theaters, war die Begeisterung dennoch groß, denn die Instrumente sind wahre Seltenheiten. Nur vier gibt es von ihnen. Geschaffen wurden sie zwischen 1689 und 1691.

Gut möglich, dass ihr Silber aus der Freiberger Region stammt. "Das ist aber nicht sicher", betont Andreas Schwinger. Immerhin hatte es zu der Zeit noch anderswo ein Berggeschrey gegeben. Geschaffen hat sie der Goldschmied Johann Jacob Irminger. Für ihren Kurzauftritt im Orchester wurden beide Pauken extra noch einmal neu mit Kalbsfell bespannt.