Sensen schwingen gegen den Bürgermeister

Wettbewerb Grandioses Maibaumsetzen in Oberbobritzsch

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Gute Vorbereitung ist alles: Herausforderer Volker Haupt wird am Ende 13. beim Sensen-Wettbewerb. Foto: Wieland Josch

Oberbobritzsch. Das 14. Maibaumsetzen in Oberbobritzsch am vergangenen Samstag hatte alles, was eine solche Veranstaltung ausmacht, und ein wenig mehr. Für Musik sorgten "De Hutzenbossen", für Spaß das Kindervogelschießen und für prickelnde Spannung das Aufstellen des Maibaumes, welcher 15 Zentimeter zu lang geraten war und zunächst mit einer Stromleitung kollidieren wollte.

Höhepunkt war aber der 1. Oberbobritzscher Schnitter-Wettbewerb, bei dem 14 kraftvolle Mannen die Herausforderung von Bürgermeister Volker Haupt annahmen. Der hatte die Idee aus Tirol mitgebracht und damit bei den Organisatoren vom "Maibaumprojekt" offene Türen eingerannt.

Nicht nur die Zeit ist entscheidend

Jeder Teilnehmer bekam eine Parzelle von vier mal sechs Metern zugewiesen, auf welcher das Gras ordentlich hoch stand. Dann ging es nach Zeit darum, abzumähen, zusammenzurechen und in einen Korb zu verfüllen.

Doch die Zeit war nicht das einzige Kriterium. Auch das Erscheinungsbild des Schnitters, seine Körperhaltung, das Mähergebnis als auch die Begeisterung, die sein Auftritt beim Zuschauer entfachen konnte, flossen in die Wertung mit ein.

"Ich habe das letzte Mal vor 20 Jahren die Sense geschwungen", gab Jens Hubricht zu. Der Oberbobritzscher schlug sich dann wacker, hatte aber gegen den Sieger Sven Schletzke keine Chance. Aber vielleicht im nächsten Jahr.