Sicherheit und Design für Eltern wichtig

Kinderzimmer Seeräuber- und Fee-Zimmer sind weiterhin beliebt

Für die Einrichtung des Kinderzimmers sind in aller Regel die Eltern verantwortlich. Im Schnitt kaufen Eltern bis zum Auszug ihres Kindes nach Auskunft des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) vier Neueinrichtungen. So erwerben Eltern als erstes die Grundausstattung für das Babyzimmer, danach die Kleinkindausstattung, als drittes das notwendige Inventar fürs Schulkind und schließlich noch die meist schon "erwachsenen Möbel" für den oder die Jugendliche.

Jeder vierte Haushalt in Deutschland lebt mit einem bis 15-jährigen Kind. In der Summe gibt es derzeit 10,6 Millionen Kinder bis 15 Jahre. Jedes siebte in Deutschland produzierte Möbel ist ein Kindermöbel. Anteilig produzierte die deutsche Möbelindustrie 2014 Kindermöbel im Wert von 2,4 Mrd. Euro. Hinzu kamen Kindermöbel-Importe im Wert von 1,5 Mrd. Euro. Somit entfallen rund 13 Prozent des gesamten Umsatzes des deutschen Möbelhandels auf Kindermöbel.

Die beiden wichtigsten Kriterien zum Kauf von Kindermöbeln sind laut VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas Sicherheit und Design. Sicherheit umschließt die bekannten Aspekte, die ein Möbel selbst erfüllen muss: Standsicherheit, Kippsicherheit, Quetschsicherheit, etc.. Hinzu kommt aber heute auch das in zwei Richtungen gehende Kriterium der ökologischen Verträglichkeit. Die eine Richtung betrifft das Kind, welches durch schadstofffreie Möbel und Einrichtungsgegenstände keiner gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt ist, die andere betrifft die Umweltverträglichkeit des Produkts an sich. Dies wird für immer mehr Menschen immer wichtiger. Hier empfiehlt der VDM vier Prüf-Siegel, die den Kauf von sicheren Kindermöbeln garantieren: das "Goldene M", ein allumfassendes Sicherheits- und Qualitätssiegel der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel, das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, den "Blauen Engel" für emissionsarme Produkte sowie das schadstoffgeprüfte TÜV-Siegel.

Das zweite Kaufkriterium Design wird heute aus vielen Ansprüchen gefüttert. Die sogenannte Demokratisierung von Design ist inzwischen auch bei Kindermöbeln ablesbar. Teure wie preiswerte Möbel müssen ästhetische Standards erfüllen, müssen eine ordentliche Formensprache nachweisen und die durch den Preis versprochene Qualität einhalten. Eltern wollen beim Kauf von Kindermöbeln Individualität, Multifunktion und sogenannte mitwachsende Möbel. Einheitslook ist out, jedes Kind ist etwas Besonderes und soll eine besondere und individuell abgestimmte Umgebung bekommen. Multifunktionalität und Mehrzweck sind mehr als nur Schlagworte der Zeit. Im Kindermöbelangebot gibt es daher eine Reihe von Entwürfen, die mitwachsend sind. Dazu gehören höhenverstellbare Kleiderstangen im Kleiderschrank ebenso wie Bettensprossen, die später eine Kletterwand werden, oder das Bettchen, welches ein Sofa wird. Zuviel mitwachsende Möbel mögen Kinder aber nicht, denn sie wollen auch immer mal etwas Neues. Im Kinderzimmer ist der Trend zum "Pimpen" ungebrochen stark. Hier wird gestaltet und gebastelt, genäht, geklebt, gezimmert und verschönert.

Bestseller in der aktuellen Saison im Kinder- und Jugendmöbelangebot sind natürliche Materialien. Das steigende Angebot und die steigende Nachfrage nach naturbelassenen Holzmöbeln bestätigen diesen Trend. Holz ist nachwachsend, nachhaltig und gesund und ist für immer mehr "ältere" Eltern daher auch für den Nachwuchs die richtige Wahl. Holzmöbel sind stets Unikate aus der Natur und sind daher immer einzigartig und individuell.

Ein deutlich sichtbares Angebot sind ganz klar unterscheidbare Mädchen- und Jungenzimmer. Tatsächlich sind hier die klassischen Farben Hellblau und Rosa deutlich im Angebot. Daneben gibt es eine Reihe von Themenzimmern, die vor allem bei den Vorschulkindern punkten. Von Seeräuber über Dschungel bis hin zu Prinzessin und Fee sind alle möglichen Fantasiethemen im Markt.