Sicherheitsdienst in Freiberg

Vorhaben Enge Zusammenarbeit mit Polizei

Wer in der Vergangenheit im Polizeibericht nach Freiberg gesucht habe, der sei selten fündig geworden, so Bürgermeister Holger Reuter. Mittlerweile habe sich das allerdings geändert. Überfälle und Einbrüche haben auch in der Silberstadt zugenommen und mit ihnen das Bedürfnis der Bürger nach mehr Sicherheit. Dem will die Stadtverwaltung jetzt entsprechen. Geplant ist, den städtischen Sicherheitsdienst um acht Außen- und einen Innendienstmitarbeiter zu verstärken. Diese müssen eine Verwaltungsausbildung entweder vorweisen oder noch erwerben. "Wir haben uns dazu die Erfahrungen aus Meerane angesehen, die durchweg positiv sind", erläutert Reuter. Ausgestattet werden die Mitarbeiter mit Schlagstock und Schließacht, zu denen sie ebenfalls eine Ausbildung erhalten. Zudem soll ein Hundl die Streifen begleiten. "Dieser ist wie auch der Schlagstock ausschließlich zur Selbstverteidigung da", betont Oberbürgermeister Sven Krüger. Vorgesehen ist, dass der Sicherheitsdienst im ersten Quartal 2016 seine Arbeit aufnimmt und dabei eng mit der örtlichen Polizei zusammenarbeiten wird. Das kostet die Stadt natürlich mehr Geld. Zur Gegenfinanzierung soll es unter anderem eine Anhebung der Grundsteuer geben, die jeden Einwohner im Durchschnitt 50 Cent pro Monat kosten würde.

Es sei ein Armutszeugnis, dass der Stadt zur Finanzierung ureigener Aufgaben lediglich eine Steuererhöhung einfalle, kritisiert Stadtratsmitglied Benjamin Karabinski. Er bevorzuge einen Ausgabenverzicht an anderer Stelle. "Ich habe eher den Eindruck, dass der geringe Preis für die höhere Sicherheit auf Akzeptanz stößt", sagt dazu Oberbürgermeister Sven Krüger. Hinzu käme auch noch die deutliche Entlastung der Polizei, die sich dann verstärkt anderen Aufgaben widmen könne.