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Vorgestellt Der "Freiberger Modelleisenbahnclub 1965" und seine Mitglieder

Man findet die Räume, in denen der "Freiberger Modelleisenbahnclub 1965" residiert, genauso vor, wie man es sich vorstellt. Im vorderen Teil Spinde, Tische und eine Sitzbank, die früher einmal in einem Personenzug verbaut gewesen sein muss. In den Regalen stehen Jahrgangsbände von Modellbauzeitschriften, Arbeitsutensilien und natürlich immer wieder kleine Modelle von Lokomotiven, Waggons oder D-Zügen. Einen Raum weiter dann die großen Platten, auf ihnen filigrane Mini-Landschaften, durchzogen von unzähligen Schienensträngen. Wie es schon der Vereinsname sagt, wurde der Club 1965 gegründet, genau am 7. Februar jenes Jahres. Ein halbes Jahrhundert, ganz verschrieben der faszinierenden Welt der Modelleisenbahnen.

Dieses Ereignis haben die Mitglieder um Vorsitzenden Helmold Buschmann im September gebührend gefeiert. "Wir haben gemeinsam eine Ausfahrt nach Rathen gemacht", erzählt Henry Müller vom Club. "Die dortige Gartenbahnanlage ist für jedermann, nicht nur für uns, ein absolut tolles Erlebnis." Ein Besuch der Landeshauptstadt folgte darauf und am Abend stieß man einfach mal auf die fünf Jahrzehnte und das eigene Wohl an. Bis 1990 firmierte der Club als "Arbeitsgemeinschaft 3/27" des DMV. Nicht immer waren die Zeiten einfach. "Doch es hat nie jemand gejammert", sagt Henry Müller. Der Blick bleibt auch heute in die Zukunft gerichtet. Und da freuen sich die 16 Mitglieder im Alter von 8 bis 80 Jahren auf die Herbstbörse am Sonntag, den 1. November von 9 bis 14 Uhr im Brauhof an der Körnerstraße. Auf 50 qm Verkaufsfläche darf wieder gehandelt und gefachsimpelt werden. Ein Höhepunkt des Jahres ist vom 14. bis 22. November in den Räumen des Seniorenheimes Riu an der Hainichener Straße mit der Modellbahnausstellung zu erleben.

Erstmals wird dann die große Modellanlage des Vereins vollständig zu bestaunen sein. Ein Jubiläumsgeschenk des Clubs an die Gäste und ein wenig auch an sich selbst.