Sieglinde lieferte Exponate für Heimatstube

Vorgestellt Claußnitzerin stellte betagten Hausrat zur Verfügung

Claußnitz. 

Um sich ein besseres Bild davon machen zu können, wie die Claußnitzer in vergangenen Jahrhunderten gelebt haben, hat die geschichtsinteressierte Sieglinde Kolbert viel betagten Hausrat ihrer Vorfahren für die Heimatstube zur Verfügung gestellt. "Manches größere Museum würde uns darum beneiden", ist auch Peter Neuhaus, der Vorsitzende des Heimatvereines Claußnitz, dem auch Sieglinde Kolbert angehört, froh über diesen Fundus. Die heute 72-jährige Sieglinde Kolbert ist eine geborene Donner. Diese Familie gehört in Claußnitz zu den Familien, deren Geschichte sehr weit zurückreicht. "Die meisten Dinge stammen aus einem Nebengebäude vom Schulweg 7. Dort haben die Donners seit 1705 gewohnt", weiß Sieglinde. Auch sie selbst hat bis 1974 dort gelebt, bevor sie in die Chemnitzer Straße umgezogen ist. Aber längst nicht alles konnte sie in die neue Wohnung mitnehmen. "Ich kann mich so schwer von alten Dingen trennen", gibt sie zu. Und das ist gut so. Denn in zwei der drei Räumen der Heimatstube steht Inventar der Donners. Sozusagen das Schmuckstück bildet dabei das selbst gebaute Hochzeitsbett von Gottlob Friedrich Donner (1769 bis 1840) von 1798. Aber auch ein Ofen, viel Geschirr der damaligen Zeit, Schränke, Truhen oder Wärmflaschen stammen aus dem Donnerschen Nachlass. "Und unser Stammbaum ist bis zu Hans Donner, der 1524 geboren wurde, schriftlich belegt", berichtet sie nicht ohne berechtigten Stolz auf ihre Familiengeschichte. Die Heimatstube Claußnitz ist jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Termine können Sie erfragen unter der Telefonnummer 037202/2411.