Silberbergwerk: Ideen für über und unter Tage

Tradition Neues und Altes für dieses Jahr geplant

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Lasse Eggers vom Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube" erläutert das Bergwerk. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Der Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube Freiberg" kann auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken, in dem sich die Besucherzahlen des Bergwerks auf der Reichen Zeche im Vergleich zum Vorjahr noch einmal steigern konnten. Alles eingerechnet kam man auf rund 19.000 Gäste unter Tage.

Planungen für das kommende Jahr werden präsentiert

"Damit haben wir das hohe Niveau wieder erreicht, welches wir vor der zeitweisen Schließung im Jahr 2014 hatten", freute sich Erich Fritz, Vorsitzender des Vereins. Auf diesen Lorbeeren wolle man sich allerdings nicht ausruhen, und so präsentierte man diese Woche die Planungen für das Jahr 2018, bei dem natürlich die traditionellen Mettenschichten in der Adventszeit eine wichtige Rolle spielen. Ob mit volkstümlicher Musik, Gottesdienst oder Geschichten aus der bergmännischen Sagenwelt, insgesamt 17 Mal finden sie ab dem 30. November statt.

Marco Alicete, als Bergwerksführer dafür zuständig, sagt jetzt schon, dass allein die derzeitige Nachfrage beinah alle Kapazitäten ausschöpft. Es dürfe nicht vergessen werden, dass der Förderverein die Einfahrten ehrenamtlich leistet, zudem sei aus Sicherheitsgründen auch immer nur eine bestimmte Anzahl Gäste unter Tage möglich.

Eine Stadtführung der besonderen Art

Eine besondere Neuheit wird extra zum Jahr des Silberrausches beigetragen. Vier spezielle Führungen unter der Überschrift "Auf dem Häuerweg zum Silberbergwerk" werden angeboten. Im April, Mai, September und Oktober wird dazu in der Altstadt gestartet, was jedoch keine Stadtführung im herkömmlichen Sinne bedeutet. Auf historischen Pfaden geht es zur Alten Elisabeth, in deren tonnenlägigen Schacht eingefahren wird. Die Teilnehmerzahl ist hier stark begrenzt.

Fortgeführt wird 2018 das Projekt "Schule unter Tage", welches von der Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur unterstützt wird. Dafür stellte "Lehrer" Lasse Eggers das neue Modell eines mitwachsenden Bergwerks vor. "Daran können Schüler miterleben, wie ein Bergwerk im Lauf der Zeit entsteht und welche Funktionen die bestimmten Teile haben", so Eggers. Es ist das zweite dieser Art, welches der Förderverein besitzt.