Sind E-Autos wirklich die Zukunft?

Mobilität Mittweidaer Stadtverwaltung für Ladesäulen offen

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Eine Ladestation von EINS in Chemnitz. Foto: bl/Thomas Schmotz

Mittweida. Die Auto-Lobby - zumindest die großen deutschen Auto-Hersteller - möchten einen E-Auto-Boom. Da diese Fahrzeuge für Otto Normalverbraucher aber zu teuer sind, lässt die Nachfrage nach den akkubetriebenen Fahrzeugen bisher zu wünschen übrig.

Ist es wirklich eine Alternative?

Trotzdem hat sich auch die Mittweidaer Stadtverwaltung schon mit diesem Thema befasst: "Wir haben bereits vier Standortvorschläge, an denen Tanksäulen für E-Autos möglich wären", sagt Oberbürgermeister Ralf Schreiber zu diesem Thema. Vorstellbar sind diese aus Sicht der Stadt am Rathaus, in der Nähe des Bahnhofes, am alten Busbahnhof, dem jetzigen Großparkplatz an der Zimmerstraße sowie an der Hochschule.

Doch da es noch zu viele offene Fragen gibt, wurde bisher noch nicht gehandelt. So ist beispielsweise noch ungeklärt, ob E-Autos überhaupt die Alternative zum Verbrennungsmotor sind, wie es von manchen vorher gesagt wird. Klar ist, dass der Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von lediglich 40 Prozent und den Problemen der Luftverschmutzung kaum eine Zukunft hat. In Hinblick auf die Klima-Probleme sehen viele die Stromer als rettende Lösung.

"Der Stromverkauf ist rechtlich noch eine Grauzone", nennt Schreiber einen weiteren Unsicherheitsfaktor. Außerdem ist die E-Mobilität hinsichtlich des Klima- und Umweltschutzes wohl ein Trugbild. Auch wenn Elektroautos keine Abgase in die Luft blasen, handelt es sich noch lange nicht um klimatechnisch saubere Öko-Mobile. Zwar fahren die Stromer lokal emissionsfrei, doch in ihrer Gesamt-Öko-Bilanz sorgen auch sie für schädliche Emissionen. Vor allem beim Herstellen der Akkus.

Der Strom muss auch irgendwo herkommen

Außerdem kommt der Strom zum Antrieb eines Elektroautos auch in den nächsten Jahren noch überwiegend aus klimaschädlichen Quellen, wie aus Müllverbrennungsanlagen, Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken. Lithium-Ionen-Akkus als Antrieb für die Stromer sind jedenfalls nicht das Nonplusultra.

Für das Herstellen dieser Akkus werden unter anderem die Metalle Lithium und Kobalt benötigt. Dabei könnte es jedoch zu massiven Rohstoffengpässen kommen. Und ob künftig nicht doch das mit Brennstoffzellen betriebene E-Auto das Rennen macht, ist völlig offen. Dann müssen aber Wasserstoff-Tanksäulen her.