Sinnloses Herumfahren: Kraftfahrer zerstören Wiese

Schäden Agrozuchtfarm ärgert sich erneut über Umweltfrevel

Breitenau. 

Breitenau. Erneut muss sich Hans-Jürgen Gerlach mit Dingen beschäftigen, die gar nicht zu seiner Stellenbeschreibung passen. Nachdem der Vorstandsvorsitzende der Agrozuchtfarm Breitenau im März auf einem Feld zwischen Schönerstadt und Oederan entdeckt hatte, dass dort illegal alte Schlackenwolle und zerbrochene Asbestplatten abgekippt wurden, haben nun verantwortungslose Kraftfahrer zweifelhafte Spuren in der Natur hinterlassen. Offenbar sind sie mit diversen Fahrzeugen auf einer großen Wiese gefahren.

"Darüber sollten die Verursacher dringend nachdenken"

Auf einem Feld zwischen Breitenau und Gahlenz hat der landwirtschaftliche Betrieb eine rund drei Hektar große ökologische Vorrangfläche geschaffen, auf der eine Mischung aus verschiedenen Pflanzen, wie Buchweizen und Sonnenblumen, wächst. "Dabei handelt es sich um eine Maßnahme für den Klima -und Umweltschutz, zu der wir Landwirte gesetzlich verpflichtet sind. Wir nutzen dafür rund 7 Prozent unserer Ackerfläche", sagte Gerlach. "Doch statt die Natur sich selbst zu überlassen, sind irgend welche Leute sinnlos darauf herum gefahren und sorgen für Schäden", schüttelte Gerlach den Kopf. Er vermutet, dass es sich dabei vielleicht auch um Quadfahrer handeln könnte, die auf dem ansteigenden Gelände ihren Motor ausfahren wollen. "Es werden nicht nur Pflanzen kaputt gemacht und die Insekten gestört. Es wird auch völlig unnötig der Boden verdichtet. Darüber sollten die Verursacher dringend nachdenken", sagte Axel Neuber, der Pflanzenchef der Agrozuchtfarm.