So schön war das Bergstadtfest

Kultur Freiberger Volksfest glänzt am letzten Tag mit der Bergparade

Angeführt von Bergstadtkönigin Susann I. und Knappschaftschef Knut Neumann zieht die Bergparade auf neuer Route durch die Freiberger Altstadt. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Vom 22. bis zum 25. Juni findet in Freiberg zum 32. Mal das traditionelle Bergstadtfest statt. An den verschiedenen Tagen gibt es in der ganzen Stadt ein buntes Programm.

So ging das Stadtfest zu Ende

Auch der vierte Tag des 32. Bergstadtfestes in Freiberg geizte nicht mit Höhepunkten. Ganz im Gegenteil, denn es war der Tag der großen Bergparade. Auf neuer Route zogen die versammelten Knappschaften, Orchester und Traditionsvereine durch die Altstadt und begeisterten das Publikum. Zur Aufwartung auf dem Obermarkt war kaum ein Platz mehr frei.

Am Nachmittag zog besonders das Programm auf der BLICK-Bühne im Weindorf die Zuschauer an. Hip Hop vom Tanzsportverein Schwarz-Weiß Freiberg, Choreografien der "Blue Pappedinas" aus dem Striegistal sowie der orientalische Tanz von Anja Anjana und ihrer Gruppe riefen viel Beifall hervor.

Den Schlusspunkt unter das kulturelle Feuerwerk der letzten vier Tage setzte die Mittelsächsische Philharmonie unter Generalmusikdirektor Raoul Grüneis am Abend auf der Bühne des Obermarktes, wobei der Auftritt von Dieter "Maschine" Birr noch einmal allen Gästen des Bergstadtfestes klar machte, was das Besondere an diesem größten Volksfest Mittelsachsens ist.

So bunt war der Samstag

Der Samstag des 32. Bergstadtfestes in Freiberg stand ganz im Zeichen strahlenden Sonnenscheins. Bei bestem Wetter flanierten tausende Gäste durch die zehn Erlebniswelten oder ließen sich von zahlreichen Darbietungen auf den Bühnen unterhalten. Die Musikschule Freiberg etwa zeigte auf der großen Bühne des Obermarktes die Vielfältigkeit ihrer Angebote.

In der Mittelalterwelt verzauberte das lustige Duo Pampatut die großen und kleinen Zuschauer. Am Stand der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg auf dem Petriplatz durfte sich in Geschicklichkeit geübt werden und beim Kinopolis-Glücksrad warteten attraktive Preise. Farbenfroh war es, wohin man auch blickte.

Der Tag ging aber auch schon besonders gut los, denn im Bierdorf hatte das Bergmusikkorps Saxonia zum Frühschoppen mit Blasmusik geladen. Heute nun ist der große Abschlusstag, der mit der Bergparade seinen Anfang nimmt und mit einem Konzert der Mittelsächsischen Philharmonie gemeinsam mit Ex-Puhdy Dieter "Maschine" Birr endet

Bergstadtexpress - volle Fahrt voraus!

Der zweite Tag des 32. Freiberger Bergstadtfestes wartete gleich mit zwei Neuerungen auf. Zum einen nahm der "Bergstadtexpress", ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Fördervereine und Interessengemeinschaften unter der Organisation des Freiberger Landtagsabgeordneten Steve Johannes Ittershagen, seinen dreitägigen Betrieb auf. Schon im vergangenen Jahr sorgte er für eine Verbindung zwischen Brand-Erbisdorf und Freiberg.

Es gab einige Neuerungen

Neu in diesem Jahr ist, dass durch Hinzunahme des "Ferkeltaxis" des Fördervereins Zellwaldbahn die Zubringerverbindung bis nach Großvoigtsberg und Nossen ausgebaut werden konnte. Die zweite Neuerung an diesem Tag war die "Freiberg-Revue", bei der sich auf der großen Bühne des Obermarktes zahlreiche Vereine und Musikgruppen der Stadt freibergtypisch vorstellten und ein Bild von der Vielseitigkeit des Freiberger Lebens gaben. Das "Friday Night Jazz Orchestra" war ebenso dabei wie die Evergreen-Combo "Old Boys" oder das Musical-Ensemble des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Der Abend brachte dann den traditionellen Empfang des Oberbürgermeisters im Rathaus, bei dem die alte und die neue Bergstadtkönigin gemeinsam zu erleben waren. Ansonsten war der Tag angefüllt mit zahlreichen Attraktionen, ob auf den Bühnen oder davor. Noch am Samstag und am Sonntag erwarten die Besucher Konzerte und Programme in den zehn Erlebniswelten.

32. Bergstadtfest startet mit Unwetter

Der Fassanstich zum Start des 32. Freiberger Bergstadtfestes am Donnerstagabend war gerade vollzogen, das Steigerlied gesungen, da musste Oberbürgermeister Sven Krüger nach seiner Eröffnungsrede gleich noch einmal ans Mikrofon treten.

Doch diesmal waren es keine fröhlichen Worte, sondern die Bitte an die zahlreichen Gäste auf dem Obermarkt, in aller Ruhe das Areal zu verlassen. Das Wetter wollte einfach kein braver Zaungast bei den Feierlichkeiten sein. Eine entsprechende Warnung durch den meteorologischen Dienst sorgte für den Abbruch des Bergstadtfestes an diesem Tag.

Zuerst lief noch alles nach Plan

Zuvor blieb jedoch mit dem Auftritt des Bergmusikkorps Saxonia und der Begrüßungsrede alles wie immer. Besonders war aber, dass mit Marion Schreiber die Verkaufsstellenleiterin des BLICK in Freiberg zur Botschafterin des Festes und damit der Stadt ernannt wurde.

Neben ihr erhielten auch Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, und Ralf-Peter Schulze, Intendant des Mittelsächsischen Theaters eine entsprechende Ernennungsurkunde. Barbknecht blieb anschließend auch die Ehre, gemeinsam mit Professor Michael Eßlinger, Geschäftsführer des Freiberger Brauhauses, das Bierfass anzustechen.

Keine weiteren Unwetter vorhergesagt

Die Wahl der neuen Bergstadtkönigin, Nachfolgerin von Carolin I., musste erst einmal verschoben werden. Später am Abend wurde sie dann in einem kleineren, dennoch aber würdigen Rahmen, nachgeholt. Susann I. erhielt im Städtischen Festsaal die Krone aus den Händen ihrer Vorgängerin aufs Haupt gelegt. Für die weiteren drei Tage des Bergstadtfestes sind zumindest solche Naturgewalten wie am Donnerstag nicht vorhergesagt.