Sozialministerin zu Gast im neuen Generationenbahnhof

Besuch Erlau zeigt, wie's gehen kann

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In der Seniorentagespflege des Generationenbahnhofes Erlau im Gespräch (von links): Iris Schöne, Barbara Klepsch, Matthias Damm, Wolfgang Ahnert und Knut Bräunlich. Foto: Uwe Schönberner  Foto: Uwe Schönberner

Erlau. Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass sich ehrenamtliche Initiative auch richtig lohnen kann, ist der Generationenbahnhof von Erlau. Davon überzeugte sich Anfang dieser Woche auch die Prominenz: Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) stattete dem Generationenbahnhof persönlich einen Besuch ab.

Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz kam vor Ort mit den Initiatoren und auch mit den Dienstleistern ins Gespräch, die heute dem ehemaligen Erlauer Bahnhof wieder Leben einhauchen. "Es ist ermutigend zu sehen, wie die Erlauer mit Kreativität und Initiative ein historisches Gebäude erhalten und gleichzeitig ein soziales Zentrum geschaffen haben. Dies ist für ländliche Regionen beispielhaft", sagte Klepsch.

Gesamtkosten rund 2,3 Millionen Euro

Heute befinden sich nach dem hauptsächlich 2016/17 durchgeführten, aufwändigen Umbau eine Seniorentagespflege, ein ambulanter Pflegedienst und eine Zahnarztpraxis im Gebäudekomplex. Außerdem hat der Verein Generationenbahnhof Erlau im Dachgeschoss momentan seine Vereinsräume. Der Generationenbahnhof von Erlau ist entstanden, nachdem sich engagierte Erlauer nicht mit dem weiteren Verfall des mehr als 20 Jahre ungenutzten, ehemaligen Bahnhofsgebäudes abfinden wollten.

"Die Voraussetzung für ein Miteinander der Generationen im ländlichen Raum ist eine lebendige Dorfgemeinschaft, die vom Engagement, der Hilfe und Unterstützung vieler lebt. Diese Gemeinschaft kann man nicht erzwingen, aber fördern, in dem man ihr Raum, Ort und Inspiration dafür bietet", sagte Jana Ahnert, Architektin und Mitinitiatorin des Projektes "Generationenbahnhof Erlau" sowie Vorsitzende des gleichnamigen Vereines.

Die Gesamtkosten der Umgestaltung des ehemaligen Erlauer Bahnhofgeländes betrugen rund 2,3 Millionen Euro. Rund 700.000 Euro wurden dafür aus Mitteln des "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums" (ELER) über das Programm LEADER bereitgestellt.