SPD-Stadtratsfraktion subventioniert Freiberger Tafel

Übergabe Geldspende wurde dringend benötigt

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Jede Hilfe tut gut: Monika Zeuner (r.) und Kathrin Hebig freuen sich über die Spende der SPD-Stadtratsfraktion, die ihnen Arnd Böttcher übergibt. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Monika Zeuner entschuldigt sich gleich zu Beginn bei ihren Gästen. "Wir hatten heute Großkampftag", sagt sie. "Deshalb sieht es hier nicht überall geleckt aus." Gemeint sind die Räume der Freiberger Tafel an der Friedeburger Straße. Zu Besuch kam die Stadtratsfraktion der SPD, die sich nicht nur ein Bild von der Arbeit machen wollte, die Monika Zeuner und Kathrin Helbig gemeinsam mit sechs Bürgerarbeitern und etwa 25 Ehrenamtlichen tagtäglich verrichten. Sie hatten auch eine Spende mitgebracht.

Kühlauto wurde dringend benötigt

270 Euro übergab Arnd Böttcher in Vertretung der Fraktionsvorsitzenden Isabel Thomas, die an diesem Tag nicht mit dabei sein konnte, an die Tafel. Das Geld ist mehr als willkommen. "Wir brauchen immer noch genug, um unser neues Kühlauto abzuzahlen", so Monika Zeuner. Das alte war im vergangenen Jahr kaputt gegangen, und ohne solch ein Spezialfahrzeug kämen nur wenige Lebensmittel zusammen. Schon gar keine, die eben solcher Kühlung bedürfen.

5 Euro für den Sprit

Von den verschiedensten Händlern oder Gastronomen aus Freiberg und der weiteren Region erhält die Tafel unentgeltlich Essen, welches dann an Bedürftige abgegeben wird, gegen einen geringen Geldbetrag. "Unsere Autos fahren leider nicht mit Wasser", bedauert Monika Zeuner. "Deshalb müssen wir auch einen kleinen Preis erheben." Doch ist der mit 5 Euro für eine ganze Familie erschwinglich. "So kann das, was sie von hier mitnehmen, von ihnen auch wertgeschätzt werden", meint Zeuner.

Ob Bäcker, Supermärkte oder die große Molkerei, man habe viele Partner, die dabei helfen, das Projekt am Leben zu erhalten. Die Fraktionsmitglieder und die sachkundigen Einwohner informierten sich eingehend über die Abläufe, aber auch über die Räumlichkeiten und die Unterstützung der Stadt. Es sei ihnen eine Herzensangelegenheit, hier mit einem Betrag helfen zu können und damit auch andere zu animieren, ebenfalls der Freiberger Tafel weitere Hilfe zukommen zu lassen.