Spenden für neue Hilfstransporte gesucht

Solidarität Hilfsgüter lindern in der Ukraine und in Litauen die Not

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Die Kinder des Vereins Piligrim in Mariupol freuen sich unter anderem über ein neues Sofa sowie über Matratzen und Möbel aus der Hainichener Kindertagesstätte Storchennest. Foto: Verein

Hainichen. Hilfstransporte in die Ukraine zu schicken - diese Entscheidung war den Helfern des Hainichener Vereins Communitas 2016 nicht leicht gefallen. Groß war der Respekt vor den Zollformalitäten. Nach zwei Lieferungen im vergangenen Jahr startete im Mai nun bereits der dritte Sattelzug mit rund 15 Tonnen Hilfsgütern in die Ostukraine.

Doch erst drei Monate später konnten die Spenden verteilt werden. Lange hatte es gedauert, bis der Zoll die in Kiew zwischengelagerte Hilfslieferung freigab. Danach dauerte es nochmals drei Wochen, bis das Geld für den Weitertransport von Kiew in die ostukrainische Stadt Mariupol gesammelt war.

"Viele Kinder saßen zum ersten Mal auf einem Fahrrad"

Vom dortigen Verein Piligrim, der Straßenkinder aufnimmt und ihnen ein Zuhause gibt sowie Schulbildung ermöglicht, erhält Projektleiter Thomas Kretschmann nun mehr und mehr Berichte. So schreibt die ukrainische Helferin Tatjana Mendryna: "Wir haben die Hälfte der Fahrräder für die Kinder des Vereins Piligrim behalten. Sie sind sehr glücklich. Viele von ihnen sitzen zum ersten Mal auf einem Fahrrad. Auch Küchenmöbel, Regale, Tische, schöne weiche Stühle, ein Sofa und Spielzeug werden in unserem Zentrum verwendet.

Matratzen und Kleidung wurden auch an ein Hospiz abgegeben, wo alte Menschen aufgenommen werden, die obdachlos sind oder unter der Gewalt ihrer Kinder leiden. Zudem gaben wir Kleidung, Sofas, Matratzen und Jalousien an einen Verein für Behinderte."

Jede Geld- und Sachspende hilft

Trotz der enormen Probleme bei der Zollabfertigung in der Ukraine will der Verein Communitas an den Hilfslieferungen festhalten. "Anfang August haben wir jedoch erst einmal einen Hilfstransport nach Litauen geschickt. Im September soll noch ein weiterer folgen. Danach hoffen wir, noch einmal in die Ukraine starten zu können, sodass es in diesem Jahr insgesamt mindestens vier, vielleicht auch wieder fünf Hilfstransporte werden", erklärt Projektleiter Kretschmann.

Allerdings seien die finanziellen Reserven auf 450 Euro geschrumpft, sodass der Verein nun wieder auf Geldspenden hofft. Auch Sachspenden werden weiterhin jeden Samstag von 9 bis 11 Uhr bei der Hainichener Firma Naturbrennstoffe, Friedrich-G.-Keller-Siedlung 27a, angenommen. Infos: 037207-655687.