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Spielerischer Blick auf die frühere DDR

Ausstellung Burg Kriebstein zeigt bis Ende Juni über 100 Spielsachen der vergangenen 40 Jahre

Das Ende der DDR ist vor über 20 Jahren offiziell besiegelt worden. Doch auf Burg Kriebstein erwachte der Sozialismus quasi wieder zu neuem Leben. Allerdings auf eine etwas andere Art und Weise. Unter der Überschrift "Als es noch keine Playstation gab." können dort etwas mehr als 100 verschiedene Spielsachsen aus der ehemaligen DDR bewundert werden. Darunter befinden sich auch Raritäten. "So etwas hatten wir bisher noch nicht gezeigt", sagt Museumsleiterin Gabriele Wippert. Zwar gab es auf der Ritterburg bereits eine Puppen-Ausstellung und es wurde auch altes Blechspielzeug gezeigt. "Doch die neue Ausstellung übertrifft das bei weitem", betont Wippert. Denn die Exponate zeigen einen Querschnitt durch die 40-jährige Geschichte der unterschiedlichsten DDR-Spielsachen. Auf die Burg mitgebracht hat sie der Sammler Andreas Reißmann, der bereits seit elf Jahren zusammen mit seiner Frau Ramona als Kuratoren-Ehepaar ein einzigartiges DDR-Spielzeugmuseum in Langenwetzendorf bei Greiz betreibt. Seine Sammelleidenschaft begann bereits im Jahr 1975. "Begonnen hatte damals alles durch den Großvater, dessen Hobby die Heimatforschung war", erinnert sich der heute 51-Jährige, der inzwischen über 3.000 verschiedene Spielsachsen aus der früheren DDR besitzt. Den größten Teil der Sammlung trug er nach der politischen Wende zusammen. "Anfang der 1990er Jahre lagen viele Spielsachen buchstäblich auf der Straße, weil sie keiner mehr wollte", blickt Reißmann zurück. Für ihn und seine Frau ist das Spielzeug längst vergangener Tage etwas ganz Besonderes, das unbedingt erhalten werden muss. "Sie sind Zeitzeugen einer Epoche, in der noch viel Wert daraufgelegt wurde, dass der Nachwuchs tatsächlich altersgerecht spielt", betont Reißmann. Ergänzt wird die neue Sonderausstellung mit einigen Ausgaben alter Mosaik- und Atze-Hefte, die Thomas Heinicke aus Wickersdorf bei Waldenburg beisteuerte, der in den vergangenen Jahren auf der Burg als Restaurator in Erscheinung getreten ist. Das DDR-Spielzeug macht bis 30. Juni auf der Kriebsteiner Ritterburg Station.