Sport-Boom in Mittelsachsen: Warum haben hier alle so viel Bock auf Bewegung, Herr Kahlert?

Wie der Kreissportbund (KSB) jetzt mitteilte, sind aktuell etwas mehr als 51.000 Mitglieder in 387 Vereinen organisiert.

Freiberg

Während in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens die Mitgliederzahlen in den Vereinen zurückgehen, dreht der Sport in Mittelsachsen richtig auf. Wie der Kreissportbund (KSB) jetzt mitteilte, sind aktuell etwas mehr als 51.000 Mitglieder in 387 Vereinen organisiert.

Die größte Bürgerorganisation des Landkreises

Davon sind reichlich 18.000 Kinder und Jugendliche. „Wir haben insgesamt rund 1.000 mehr Sportlerinnen und Sportler als im Vorjahr gezählt. Damit bleibt der KSB Mittelsachsen die größte Bürgerorganisation des Landkreises und damit ein zentraler Faktor für Gemeinschaft und Zusammenhalt, besonders in den ländlichen Regionen“, sagt Geschäftsführer Benjamin Kahlert.

„Unsere Vereine sind Treffpunkte, sie fördern Inklusion, soziale Integration und schaffen Gemeinschaft“

An der Spitze der Statistik steht der Akademischer Turn- und Sportverein Freiberg e.V. mit 951 Mitgliedern. Es folgen der BSC Motor Rochlitz (767), der SV „Grün-Weiß“ Niederwiesa (729) der TSV Fortschritt Mittweida 1949 (722) sowie der ESV Lok Döbeln (715). KSB-Präsident Eric Braun freut sich über den Rekord: „Diese Zahlen sind mehr als nur Statistik. Sie zeigen, wie sehr Sport Menschen hier in Mittelsachsen zusammenbringt – jung und alt, Familien, Ehrenamtliche. Unsere Vereine sind Treffpunkte, sie fördern Inklusion, soziale Integration und schaffen Gemeinschaft. Gerade in kleineren Orten ist das Vereinsleben oft das Herzstück des sozialen Miteinanders. Darauf können wir alle stolz sein.“

Anstieg bei den Senioren zu verzeichnen

Es gibt auch einen Zuwachs bei den Senioren. Fast 17.000 ältere Mitglieder nutzen gezielt Angebote für ihre Altersgruppe. „Wir merken deutlich, dass sich die Bevölkerung verändert“, erklärt Kahlert. „Deshalb wollen wir ältere Menschen noch stärker unterstützen.“ Ein wichtiger Baustein sei die Initiative „Dabei bleiben – demenzfreundliche Sportvereine“, die der KSB gemeinsam mit dem Landratsamt entwickelt. „Wir wollen mit diesem Projekt Sportvereine so aufstellen, dass Menschen mit kognitiven Einschränkungen möglichst lange aktiv bleiben können“, erklärt Kahlert.

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