Sportbund feiert in Mittweida Jubiläum

Festtag Landessportbund begeht im Medienzentrum 25-jähriges Bestehen

Der Landessportbund Sachsen hat am vergangenen Samstag in Mittweida sein 25-jähriges Jubiläum im Medienzentrum der Hochschule gefeiert. Zu den Gratulanten gehörten unter anderem der Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU), der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) sowie zahlreiche geladene Gäste aus Sport und Politik.

Bei einer Podiumsdiskussion im Fernsehstudio der Hochschule blickte der LSB Sachsen auf die bewegte Geschichte des letzten Vierteljahrhunderts zurück: Von der aufregenden Zeit nach der Wiedervereinigung über große Herausforderung im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe in Sachsen 2002 bis hin zur Formierung zur größten Bürgerorganisation des Freistaates. Unter dem Motto "Zwischenzeit" schwelgten die Mitglieder des Landessportbundes aber nicht nur in der Vergangenheit, sondern blickten auch in die Zukunft. Innenminister Ulbig sprach in diesem Kontext das Problem der alternden Gesellschaft an, welches sich auch auf die Organisation und Struktur von Sportvereinen auswirke. Eine neue wichtige Aufgabe der Sportverbände sieht er im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise: "Die Asylsituation ist für die Vereine nicht nur Herausforderung, sondern auch eine Chance. Die Sportverbände können viel dazu beitragen, dass Integration gelingt", sagte Ulbig. Neben dem Innenminister diskutierten auch Hochschulrektor Ludwig Hilmer, Bahnradsportlerin und Olympiasiegerin Petra Rossner und David Welde, Junioren-Weltmeister in der Nordischen Kombination und seit einem Jahr Student in Mittweida, über Verbesserungsmöglichkeit in der Nachwuchsförderung und über die Finanzierung von Sportprojekten.

Der LSB-Präsident Ulrich Franzen sprach in seiner Eingangsrede vor allem auch den Ehrenamtlichen seinen Dank aus: "Ohne den über 80.000 unentgeltlichen Helfern, wäre dies alles unmöglich." Der LSB verzeichnet derzeit über 620.000 Mitglieder in 4511 Sportvereinen und ist damit doppelt so groß wie noch 1991.