Staatsgeschenke aus der Asservatenkammer

Ausstellung Neue Ausstellung im Tafelsaal vom Schloss Rochlitz

Rochlitz. 

Rochlitz. Eine neue Sonderausstellung "Verschenkt. Staatsgeschenke als Zeichen sächsischer Diplomatie" wird derzeit auf Schloss Rochlitz im Tafelsaal im Fürstenhaus vorbereitet. Zum zweiten Mal werden somit zirka 80 Staatsgeschenke, die sonst in der Asservatenkammer der sächsischen Staatskanzlei lagern, in der Öffentlichkeit gezeigt. Erstmals fand auf Schloss Weesenstein 2016 diese Schau statt.

"Wir freuen uns nun hier die Schau zu präsentieren, die als Kontrast zu den sonstigen Ausstellungen steht. Diese zeigt historische Stücke aus dem 18./19. Jahrhundert, Geschenke, die der Freistaat verschenkt und Präsente, die die Ministerpräsidenten oder die Staatsminister erhalten haben", erklärt Museologe Frank Schmidt, der für den Aufbau verantwortlich ist. Die Besucher sehen welche Geschenke Kurt Biedenkopf, Georg Milbradt und Stanislaw Tillich bekommen haben. Allerdings gehen diese Gaben nicht in deren Besitz über, sondern wandern in die Asservatenkammer, selbst wenn sie persönlichen Charakter haben.

Objekte der kulturellen Wertschätzung mit langer Tradition

Die Sonderausstellung zeigt ausgewählte Objekte, vermittelt Anlässe und Hintergründe und gibt Einblicke in das diplomatische Geschenkewesen von Sachsen. Staatsgeschenke haben in der Geschichte zwischenstaatlicher Beziehungen eine lange Tradition. Sie waren und sind Zeichen der Wertschätzung und des kulturellen Austauschs zwischen den Völkern und Nationen. In der Rubrik Geschenke des Freistaates findet man Erzeugnisse aus dem Freistaat. So erhielt Papst Franziskus einen Schwibbogen mit christlichem Motiv und einen Herrenhuter Stern. Weitere Geschenkgüter kommen aus der Porzellan-Manufaktur Meißen, aus dem Weingut Schloss Wackerbarth oder Figuren aus Grünhainichen.

Unter den Staatsgeschenken sind ausgefallene, wertvolle oder weniger wertvolle zu sehen. Gleichfalls ist vermerkt wer geschenkt hat an wen und aus welchem Anlass. Kurt Biedenkopf erhielt beispielsweise vom Premierminister Ralph Klein aus Kanada silberne Manschettenknöpfe und eine Standuhr bei der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung. Einen Miniatur Elefant, als Nationalsymbol des Königreiches Thailand, erhielt Biedenkopf von deren Prinzessin beim Besuch der Porzellanmanufaktur-Malschule in Meißen.