Stadt bereitet sich auf Asylbewerber vor

Kommunales In Hohenstein-Ernstthal entsteht ein neues Wohnprojekt

Hohenstein-Ernstthal. 

Anfang November werden voraussichtlich die ersten Asylbewerber in Hohenstein-Ernstthal ankommen. Darauf bereitet sich die Stadt schon seit mehreren Wochen vor. Erwartet werden 150 Menschen, die dezentral in 40 Wohnungen untergebracht werden sollen. Betreiber des Wohnprojektes wird das Diakoniewerk Westsachsen sein. "Da haben wir einen Partner, der schon sehr gute Erfahrungen gemacht hat", sagt Hohenstein-Ernstthals Oberbürgermeister Lars Kluge mit Blick auf die vergleichbaren Projekte des Diakoniewerkes in Glauchau und Meerane. In Glauchau wohnen schon seit mehr als einem Jahr Asylbewerberfamilien, und das dortige Projekt läuft reibungslos. Laut Kluge wurden zudem viele Gespräche mit Sportvereinen, sozialen Einrichtungen, Kirchgemeinden und anderen Initiativen in der Stadt geführt, um auf die neue Situation bestmöglich vorbereitet zu sein. In der Stadtverwaltung wurde außerdem eine Koordinierungsstelle "Asyl" eingerichtet, wo die Fäden zusammenlaufen. Auch das Diakoniewerk Westsachsen wird mit einer zentralen Anlaufstelle dafür sorgen, dass die Asylbewerber, aber auch Hohenstein-Ernstthaler Bürger bei Bedarf Unterstützung oder Antworten auf ihre Fragen bekommen. Im nächsten Jahr soll in einem Bürogebäude an der Schillerstraße voraussichtlich eine Unterkunft für 150 weitere Asylbewerber entstehen. In Oberlungwitz an der Erlbacher Straße ist eine weitere Einrichtung geplant.