• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Stadt plant "runden Tisch"

Plan In Glauchau soll eine Asylunterkunft entstehen

An der Rudolf-Breitscheid-Straße in Glauchau soll ein neues Asylbewerberheim entstehen. In dem Komplex kann für 105 Personen eine Unterkunft geschaffen werden. Die Pläne wurden in dieser Woche der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 5. März befasst sich der Kreistag mit dem Thema. Wenn die Abgeordneten dem Vorschlag folgen, können schon im Mai die ersten Asylbewerber in die Unterkunft in Glauchau einziehen. Der Komplex an der Rudolf-Breitscheid-Straße wird schon seit vielen Jahren als Wohnheim, unter anderem von Studenten der Staatlichen Studienakademie, genutzt.

Der Landkreis Zwickau muss - unter anderem aufgrund der Konflikte in Syrien - weitere Plätze schaffen. "Im vergangenen Jahr gab es 395 Neuzugänge an Asylbewerbern im Landkreis. Für das laufende Jahr sind 585 Zugänge avisiert", sagt Landkreis-Sprecherin Ilona Schilk. Die beiden bestehenden Unterkünfte in Zwickau und in Werdau wären an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Deshalb schlägt die Landkreis-Verwaltung nun vor, dass die neue Unterkunft in Glauchau eingerichtet und die Kapazität am Standort in Zwickau durch einen Container um 50 Plätze erweitert werden soll.

"Wir werden den Prozess mit ganz, ganz offenem Visier begleiten und die Ängste der Bürger zu 100 Prozent ernst nehmen", sagt Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos). Obwohl die Stadt selbst nicht an dem Prozess beteiligt ist, hat der Rathauschef bereits einige Aktionen eingeleitet. Am 4. März soll es eine Einwohnerversammlung geben. Zudem sei ein "Runder Tisch" als Kommunikationsebene denkbar. Daran sollten neben Stadt und Landkreis auch die Vertreter von Polizei, Kirchen, Feuerwehr, DRK und Vereinen mitwirken. Zu den Maßnahmen gehört auch ein Tag der offenen Tür in der Unterkunft. Dresler: "Er soll zum besseren Verständnis, gegenseitigem Kennenlernen und einem ersten Schritt der Integration beitragen".