Stadt protestiert gegen Pläne

Ablehnung Glauchau warnt vor Bau einer Motorsportarena in Mülsen

Der Stadtrat von Glauchau lehnt den Bau einer Motorsportarena in Mülsen ab. Eine entsprechende Stellungnahme haben die Abgeordneten am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) muss das Schreiben, in dem die Bedenken von Glauchau aufgelistet sind, an den nächsten Tagen an seinen Amtskollegen Hendric Freund (CDU) in Mülsen schicken. Die Belästigung würde vor allem die Lebensqualität der Einwohner aus Wernsdorf und Voigtlaide beeinträchtigen. Deshalb haben viele Leute aus den beiden Dörfern die Debatte im Stadtrat verfolgt.

Der Protest von Glauchau gegen die Anlage, die auf einer 17 Hektar großen Teilfläche der Kiesgrube angedacht ist, wird mit verschiedenen Argumenten begründet. Dazu gehören der Eingriff in den regionalen Grünzug und die Lärmbelästigung. Die Pläne, die Rennstrecke ganzjährig zwischen 7 und 22 Uhr zu betreiben, sorgen in Glauchau für Kopfschütteln. Aus Sicht der Gegner sei zudem nicht zu verstehen, dass es keine alternativen Standorte gäbe und an 25 Wochenenden im Jahr Motorsportveranstaltungen stattfinden sollen. Die Ortschaftsräte aus Wernsdorf hatten zudem auf eine weitere Gefahrenquelle aufmerksam gemacht. Sie warnen durch die Nähe zum Trinkwassereinzugsgebiet von Auswirkungen auf für die Trinkwasserqualität. "Die Erklärung des Ortschaftsrates Wernsdorf wird in der Stellungnahme der Stadt mit einfließen", informiert Glauchaus Rathaussprecherin Bettina Seidel. Neben der Stadt Glauchau werden momentan viele weitere Träger öffentlicher Belange zu den Motorsportarena-Plänen gehört.