• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Stadt sperrt Wahrzeichen

Entscheidung Mauerwerk am Turm ist feucht und locker

Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Der Bismarckturm und das Umfeld des Wahrzeichens müssen voraussichtlich bis zum Ende des Jahres aus Sicherheitsgründen gesperrt bleiben. Das haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Glauchau am Montagnachmittag mitgeteilt. "Hinter der Vorsatzschale ist eine Hohlraumbildung erkennbar gewesen und das Vollziegelmauerwerk ist sehr feucht und locker", teilte Gunnar Heerdegen, Fachbereichsleiter für Planen und Bauen im Rathaus, mit. Die Fugen hinter den Fassadenflächen und der Brüstungsfläche wären zum Teil offen. Zudem sei es an vereinzelten Stellen zu Steinabsprengungen gekommen. Das sind die Ergebnisse der in den vergangenen Wochen durchgeführten Untersuchungen am Sandstein-Turm. Sie wurden in Auftrag gegeben, weil im Februar ein Stein von dem 46-Meter-Koloss herabgestürzt ist. Die Stadt will nun ein Sanierungskonzept für das Wahrzeichen erstellen lassen. In einer Stellungnahme aus dem Rathaus hieß es, dass die Schäden nicht auf Sanierungsmängel oder Instandsetzungsrückstau zurückzuführen wären. "Die Ursachen sind bauzeitlich bedingt und haben mit dem Lebensalter des Bauwerks und seiner exponierten Lage zu tun", sagte Rathaussprecherin Bettina Seidel mit Blick auf die Witterungseinflüsse. Die Entscheidung zur Sperrung hat Auswirkungen auf verschiedene Veranstaltungen, die abgesagt oder verlegt werden müssen.