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Stadt will alten Bahnhof kaufen

Infrastruktur Eisenbahnfreunde: Endlich passiert dort etwas!

Zwischen den Gleisen wächst Unkraut, die Scheiben des Bahnhofsgebäudes sind eingeschlagen, Müll liegt auf dem Gelände verstreut. Schon von weitem erkennt man, dass auf dem Limbacher Bahnhof seit vielen Jahren kein Zug mehr gefahren, kein Fahrgast mehr gestanden ist. Im Jahr 2000 rollten dort die letzten Waggons ein. Doch nun gibt es neue Hoffnung für das alte Bahnhofsgelände am Ostring. Laut Stadtverwaltung gibt es Pläne, den alten Bahnhof zu kaufen. Bislang gehörte das marode Gebäude einer ausländischen Investorengruppe. Die Meinungen der Bürger zu einem Kauf und einer eventuellen Wiedernutzung des Geländes sind allerdings geteilt. "Für uns wäre es ein weiterer Schritt in Richtung Chemnitzer Modell. Da wir natürlich Befürworter dessen sind, würden wir uns sehr freuen, wenn auf dem Bahnhof Limbach endlich wieder etwas passiert", sagte Toni Naumann, stellvertretender Vorsitzender vom Eisenbahnverein Limbach-Oberfrohna. Er schäme sich für den jetzigen Zustand des Geländes, vor allem im Hinblick auf eine Bewerbung der Stadt zum Tag der Sachsen.

Anders sieht das Sylvia Liebing. Die Anwohnerin glaubt nicht daran, dass es in Limbach je wieder genug Potenzial für die Betreibung des Bahnhofs gebe. "Die jungen Leute ziehen alle weg, die älteren sterben mit der Zeit. Limbach hat einen guten Autobahnanschluss und eine ausreichende Busverbindung. Eine Bahnstrecke wäre verschwendetes Geld", sagte sie.

1872 wurde der Limbacher Bahnhof gebaut, die erste Strecke führte nach Wittgensdorf.