Stadtchef muss immer wieder Gerüchte klarstellen

Asyl Einige Bürger sind verunsichert, aber auch schlecht informiert

Immer wieder gibt es rund um das Thema Asyl Gerüchte, die zu Verunsicherung und Nachfragen sorgen. Das erlebt derzeit auch der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel, der seit seiner Wahl immer Sommer schon viele Fragen zu dem Thema zu beantworten hatte. "Manche Gerüchte sind echt Wahnsinn", sagt Hetzel, der es als problematisch erachtet, dass es eine wachsende Zahl von Menschen gibt, die sich weder über eine Zeitung, ein kommunales Amtsblatt oder das Internet selbst informiert, sondern lieber das glaubt, was irgendwo erzählt wird. Mit Blick auf Oberlungwitz will Hetzel deshalb für mehr Klarheit sorgen. Zum Beispiel sei nirgends geplant oder debattiert worden, auf dem Ankerberg ein Zeltlager für Asylbewerber zu errichten. "Dort gibt es ja gar nicht die nötige Infrastruktur", stellt er klar. Auch die Oberlungwitzer Turnhallen sind nicht als Unterkünfte im Gespräch. An der Erlbacher Straße, wo in einem Plattenbau Platz für Asylbewerber geschaffen werden sollte, gibt es nichts Neues. Laut Hetzel konnte sich der Landkreis nicht mit dem Besitzer einigen. Fakt ist bisher nur, dass in einem Wohngebäude an der Hofer Straße sieben Wohnungen durch das Diakoniewerk Westsachsen angemietet wurden. Hier sollen bis Weihnachten Familien einziehen. Wann das genau der Fall sein wird, steht aber ebenso wenig fest, wie die genaue Anzahl der Asylbewerber. Geplant ist, dass in dem Gebäude 25 Menschen untergebracht werden. Weitere Wohnungen könnten unter Umständen in Oberlungwitz folgen, dabei sei aber keinesfalls nur der obere Ortsteil im Blick, wie ein Bürger in einer Nachricht an Hetzel mutmaßte. Das ehemalige Landhotel "Kupfermühle" war als Unterkunft im Gespräch, allerdings seien auch diese Verhandlungen gescheitert.