Standort profitiert von Branchenvielfalt

Stadtentwicklung Hochschule Mittweida kooperiert eng mit den örtlichen Unternehmen

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Das enge Zusammenwirken von Stadt und Hochschule - hier der Blick auf das Hauptgebäude am Technikumplatz, den Carl-Georg-Weitzel-Bau, und das Info-Zentrum T9 (links) - kommt dem Wirtschaftsstandort Mittweida zugute. Foto: Uwe Schönberner

Mittweida. Gerade in diesem Jahr - das damalige Technicum, die heutige Hochschule von Mittweida wurde vor 150 Jahren gegründet - spielt das enge Zusammenwirken der Wirtschaft der Großen Kreis- und Hochschulstadt und des wissenschaftlichen Know Hows eine wesentliche Rolle.

Erst in der jüngeren Vergangenheit wurde immer deutlicher, wie ein konstruktives Miteinander von Stadt und Hochschule zu einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung wesentlich beitragen kann. So hat sich das 2015 am Technikumplatz eingeweihte Informationszentrum T9 zu einer wichtigen Schnittstelle zwischen Hochschule und Stadt entwickelt. Hier sind sowohl wichtige Informationen für die Studierenden als auch für die Bevölkerung und die Gäste Mittweidas verfügbar.

"Es muss verstärkt in Bildung, Forschung und Existenzgründung investiert werden. Hier liegt die Zukunft unserer Wirtschaft", brachte Mittweidas Oberbürgermeister Ralf Schreiber die künftigen Aufgaben auf diesem Gebiet auf den Punkt. Besonders der wirtschaftliche Aspekt des stark praxisorientierten Studiums an der hiesigen Hochschule kommt der Stadt immer mehr zugute:

Ein Beispiel dafür ist die Firma IMM Electronics, die im vergangenen Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern konnte. Aus der ehemaligen Ein-Mann-Firma von Detlev Müller hat sich in engem Zusammenwirken mit der Hochschule über das Sprungbrett Technologiepark Mittweida ein namhaftes Unternehmen mit heute rund 150 Beschäftigten entwickelt. Mit dem Projekt "Zukunftsstadt Mittweida", das in Zusammenarbeit von Hochschule und Stadt den künftigen Weg Mittweidas abgesteckt und entsprechende Analysen erarbeitet hat, sollen die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung des hiesigen Wirtschafts- und Wohnstandortes gestellt werden.

Der Wirtschaftsstandort Mittweida ist vor allem durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Besonders stark vertreten sind die Branchen Metallverarbeitung, Elektrotechnik/Elektronik, Lasertechnik, Holz- und Kunststoffverarbeitung, Herstellung technischer Textilien, Optoelektronik und die Lebensmittelherstellung. Im engen Zusammenwirken mit Handwerksbetrieben aller Gewerke sowie Firmen der Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung bilden sie die solide Basis für eine positive Entwicklung der Stadt.