Stehen wir vor einem Scherbenhaufen?

Angemerkt Nach dem Aus der Jamaika-Verhandlungen in Berlin - ein Kommentar von Wieland Josch

Foto: bizoo_n/Getty Images/iStockphoto

Eigentlich, so möchte man ein wenig rechthaberisch sagen, stand das Ergebnis der Dauersondiererei in Berlin schon vorher fest. Und selbst wenn sie sich berappelt hätten, die dreifarbig-karibischen Herrschaften, wäre Jamaika womöglich recht schnell im Meer versunken, so wie hier Eitelkeiten statt Argumente aufeinanderprallten.

Und jetzt? Nicht wenige wollen wieder an die Urnen bitten. Wozu? Um ein ähnliches Ergebnis serviert zu bekommen, welches auch nichts anderes zulässt? Wochenlang wieder Plakate an allen Wegen, Werbeversuche auf Wochenmärkten und ein TV-Duell zum Gähnen? Nein, Danke.

Das Ergebnis der letzten Wahl steht fest, macht was draus. Wer das nicht kann, könnte den falschen Beruf ergriffen haben. Demokraten, so wird vollmundig immer wieder gesagt, müssten gemeinsam einen Weg finden. Dann los! Zeigt den Menschen mal, wie es geht, wenn es schwierig wird, nicht nur, wenn einfache Lösungen auf der Hand liegen. Wer Vertrauen will, der muss es sich verdienen.