Steinere Erinnerung in der Diskussion

Bergerfabrik Erhalt der Bögen könnte teuer werden

Lichtenstein. Viele Jahre lang sorgte die Ruine der Lichtensteiner Bergerfabrik für Unmut, da das Warten auf den Abriss scheinbar kein Ende nehmen wollte. Nun ist die einstige Firma mit Weltruf fast gänzlich verschwunden, doch ein paar Überbleibsel sorgen nun für Diskussionen in der Stadt. Ein Stück Mauer und zwei große Steinbögen könnten als Erinnerung an das Fabrikgebäude stehen bleiben. Der Haken an der Sache ist, dass die dauerhafte Sicherung der Mauer zwischen 20.000 und 30.000 Euro kosten könnte. Aufgrund der angespannten Finanzlage in der Stadt gibt es daher deutliche Gegenstimmen. "Das ist nichts, was der Allgemeinheit zugutekommt", sagt Stadtrat Matthias Ellwart, der das Geld zum Beispiel bei den Vereinen der Stadt viel sinnvoller eingesetzt sehen würde. Der Geschichtsverein der Stadt Lichtenstein war es aber, der den Wunsch geäußert hatte, mit dem Erhalt der Mauer und der Bögen an die Industriegeschichte zu erinnern. Im Rahmen eines Telefonvotums von "Freie Presse" sprach sich die Mehrheit der Anrufer (110,81 Prozent) für den Abriss aus.