Steppkes fahren nun mit dem Lift nach oben

Bau Größte Hainichener Kindertagesstätte verfügt seit wenigen Tagen zur Erleichterung über einen Fahrstuhl

Hainichen. 

Hainichen. Über eine wesentliche Verbesserung in der Kinderbetreuung verfügt seit einigen Tagen die Kindertagesstätte "Storchennest": Es konnte ein neu eingebauter Fahrstuhl übergeben werden. Damit ging für die 34 Mitarbeiter der Kita ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Die derzeit von 194 Kindern, davon 17 Kinder mit heilpädagogischer Unterstützung, besuchte Kita ist von der Platzkapazität die größte Einrichtung ihrer Art in der Gellertstadt. Im "Storchennest", das in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert, wird bereits seit 2015 der Wunsch gehegt, einen Fahrstuhl einbauen zu lassen. Als Kindertagesstätte mit Integrationskindern mussten gehbehinderte Kinder bisher von ihren Eltern beziehungsweise Betreuern teilweise über mehrere Stockwerke nach oben getragen werden. Aktuell besuchen zwei Kinder, die auf einen Fahrstuhl angewiesen sind, die Einrichtung. Jedoch auch Eltern, die bewegungsbeeinträchtigt sind, können nun davon Gebrauch machen. Die Gesamtkosten für den Einbau betrugen rund 216.000 Euro. Der Zuschuss durch den Freistaat beträgt knapp 62.700 Euro, die Beteiligung des Landkreises etwa 6300 Euro. Rund 147.000 Euro musste die Stadt Hainichen als Eigenanteil beisteuern.

Firmen aus der Region arbeiteten gemeinsam

Die bauausführende Firma kam aus Chemnitz und die bautechnische Begleitung lag in den Händen eines Mittweidaer Ingenieurbüros. Die Baumeisterarbeiten übernahm eine Firma aus Lichtenau, und die E-Arbeiten erledigte ein Betrieb aus dem Hainichener Ortsteil Bockendorf. Bis es soweit war, gab es vor dem Umsetzen des Vorhabens auch einige Komplikationen: So stand der Fahrstuhl auf der Liste der "Kita-Invest Maßnahmen" im Kreistag mehrmals knapp unter der Linie der Vorhaben, die bezuschusst wurden. Als dann 2018 doch eine Zuteilung erfolgte, steckte der Teufel im Detail: Nachdem beim Ausschreibungsergebnis nach der Submission eine erneute finanzielle Lücke von wenigen tausend Euro aufgetreten war, drohte das Vorhaben vor rund einem Jahr erneut aus der Förderung heraus zu fallen.

Spenden halfen bei der Realisierung

Doch Dank der finanziellen Unterstützung der LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH Sachsen, die den Erlös der Verabschiedung ihres langjährigen Geschäftsführers Frank-Herrmann Göpfert für den Einbau des Fahrstuhles in der Kindertagesstätte spendete, und einer einmaligen Bezuschussung von Energieanbieter Eins Energie im Freistaat Sachsen, konnte die Finanzierungslücke in Höhe von rund 3.000 Euro doch noch geschlossen werden. Die Bauzeit betrug insgesamt sieben Monate. scu/pm