Sternstunden der Modelleisenbahn

Raritäten Im Esche-Museum werden Kindheitsträume wahr

Gestern zur Vernissage herrschte bereits reger Andrang in der neuen Sonderausstellung im Limbach-Oberfrohnaer Esche-Museum: Auch OB Jesko Vogel, Mitglieder der Stadtverwaltung und des Stadtrates sowie weitere Ehrengäste hatten es sich nicht nehmen lassen, die "Sternstunden der DDR-Modelleisenbahn" näher in Augenschein zu nehmen. Initiator Wolfgang Ziemert ist das gewohnt: Insgesamt ist es seine elfte Ausstellung, die siebte im Museum. "Schwierig an der aktuellen Ausgabe war, dass wir die Leihgaben von insgesamt 13 Sammlern ausstellen - das hebt den logistischen Aufwand", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Museums-Fördervereins. Trotzdem kommt er aus dem Schwärmen gar nicht heraus, was der Besucher vor Ort geboten bekommt: "Diesmal kann man gar keine Highlights herausheben - hier sind so viele Raritäten ausgestellt, über die man stundenlang erzählen könnte." Im letzten Jahr hatte er über das Museum Kontakt zu Karl-Heinz Brust bekommen. Der 90-jährige war für eine gemeinsame Aktion zu begeistern und stellt rund 20 Prozent der Leihgaben, die zumeist Unikate sind. Aber das ist es nicht allein: Die Sonderschau möchte auch Ideen aufzeigen, die es nie bis in den Verkauf geschafft haben und umso mehr faszinieren. Ziemert ist fest überzeugt, dass die DDR-Modellbahn-Produkte "um Längen" besser waren als ihre westdeutschen Pendants: "Die Entwickler waren nach dem Krieg darauf angewiesen, praktisch aus dem Nichts etwas zu schaffen - das förderte echte Genialität."