"Sternstunden" für alle Aussteller

Esche-Museum Die Sonderschau ist ein Publikumsmagnet

Wolfgang Ziemert weiß: Wenn er seine Schätze hervorholt und dazu noch Gleichgesinnte motivieren kann, die ihren ebenfalls auszustellen - dann ist der Erfolg fast vorprogrammiert. Trotzdem können sich nicht nur die 13 Leihgeber, sondern das ganze Team des Esche-Museums freuen: Die "Sternstunden der DDR-Modelleisenbahn", die vor gut einem Monat eröffnet wurden, haben bislang rund 700 Besucher angelockt. Dabei ist nicht nur für Fans interessant, dass man vor Ort ausgefallene "Schätze" sehen kann, die beispielsweise nur für Messen gefertigt wurden. "Diese speziellen Stücke wurden dann an ganz besondere Händler verschenkt - für die Allgemeinheit wäre die Arbeit der Modellbauer gar nicht in Serie bezahlbar gewesen", erklärte Wolfgang Ziemert das Phänomen. Wenn man mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Museums-Fördervereins durch die Ausstellung spaziert, kann er nicht nur zu den eigenen Exponaten, sondern auch zu denen der Mitaussteller eine ganze Menge erzählen: "Seit acht Jahren gibt es eine Gruppe von Sammlern, die sich einmal im Jahr rund um das Thema DDR-Modellbahnen trifft. Dadurch wurde eine Ausstellung mit solchen Raritäten, wie wir sie hier aktuell sehen, überhaupt erst möglich." Ziemert hofft schon seit langem, dass sich eine Tages eine Möglichkeit findet, wie man viele dieser Kostbarkeiten dauerhaft zeigen kann: "Es wäre ja auch für die Stadt von immensem Wert, wenn man mit so einem kleinen Museum Touristen anlocken könnte", ist er gewiss. Neben einem Modell des ehemaligen Limbacher Bahnhofs sind auch Gebäude der früheren Firma TeMos zu sehen. Interessant ist dabei besonders ein Fantasie-Fabrikgebäude, von dem nur zehn Stück anlässlich eines Jubiläums gefertigt wurden. Speziell zu diesen Ausstellungsstücken ist für den 30. Januar eine besondere Führung vorgesehen.