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Stets an Behinderte gedacht

Sanierung Straße in Oederan wird zu Wochenbeginn freigegeben

Oederan. 

Oederan . Am Montag wird nach mehr als einjähriger Sanierung die Gerichtsstraße für den Verkehr wieder freigegeben. "Dabei wurden auf knapp einem Kilometer Lange Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen neu verlegt, teilweise auch die Gasleitungen. Außerdem wurden die Fußwege erneuert", erläutert Frank Martin, verantwortlicher Bauleiter vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Die Kosten beziffert er mit rund 2,1 Millionen Euro. "Wir sind damit im vorgegeben Rahmen geblieben." Dass der Bau, mit dem im Juni des vergangenen Jahres begonnen worden war, rund einen Monat länger dauerte, begründete er mit Mehrleistungen, die sich im Verlaufe des Baus ergeben hätten.

Zur Vorbegehung am Montag war neben den Bauleuten, Planern und Vertretern des Stadtbauamtes Oederan auch der Vorsitzende des Behindertenbeirats des Landkreises Mittelsachsen vor Ort. Sven Jeschke hebt die gute Zusammenarbeit zwischen Bauamt, den Firmen und dem Gremium hervor: "Auch bei kritischen Bauabschnitten stand immer eine Lösung im Sinne der Barrierefreiheit an erster Stelle." Der 39-Jährige, der seit 2010 auf den Rollstuhlangewiesen ist, fand den Bauablauf richtig gut. "Wir waren schon vor Baubeginn in die Planung einbezogen. Auch während des Baus war ich mehrfach auf der Baustelle. Wir konnten alle Fragen im Interesse der Behinderten klären." Sven Jeschke, der bei der Freiberger Firma Siltronic angestellt ist, hob insbesondere auch das Engagement der Kollegen der Baufirma Scharnagel hervor. "Die haben mitgedacht."

Um die Belange der Behinderten hat sich auch der Oederaner Gerald Pistl gesorgt. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter im Hospiz hatte er schnell gemerkt, welche Probleme es für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator in Oederan noch gibt. Dass es mit der Gerichtsstraße nun in Hinsicht auf Barrierefreiheit bestens bestellt ist, ist für ihn nur ein Zwischenschritt. Denn es gibt noch einiges zu tun. "Die Lange und vor allem die Bahnhofstraße sind für Radfahrer schon fast lebensgefährlich."



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