Stilles Örtchen zum Wohnen

Stil Moderne Badezimmer sind längst keine Nasszellen mehr

Klein, feucht und dunkel und meist nur mit den funktionell notwendigen Möbeln eingerichtet: Dieses Schema F beschrieb über Jahre hinweg das typische Badezimmer der Deutschen. "Der Raum glich einer Nasszelle, die man zum Leben brauchte, in der man aber nicht mehr Zeit als unbedingt nötig verbringen wollte. Heute sehen das viele Menschen anders, denn sie haben das Badezimmer als exklusiven Wohnraum und Wohlfühloase für sich entdeckt", sagt Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM).

Zu den Neuheiten in deutschen Badezimmern zählen Möbel aus Holz. Galt der natürliche Werkstoff früher als ungeeignet für das feuchte Raumklima, so weiß man dies heute besser. Nicht nur moderne Produktionstechnologien haben positiven Einfluss auf die Resistenz der Möbel gegen Feuchtigkeit, auch besitzt das Holz per se eine natürliche Funktion, Feuchtigkeit aufzunehmen und bei Trockenheit wieder an die Raumluft abzugeben. Damit trägt es gerade auch im Badezimmer spürbar zum Wohlfühlwohnen bei und verkörpert zudem für viele Menschen ein natürliches Raumkonzept. Als moderner Bestandteil eines solchen Konzeptes eignet sich eine individuelle Wandgestaltung mit Holzregalböden und Holzrahmen für einen Spiegel sowie für Pflanzen, Bilder oder Parfumfläschchen. Gute Funktionalität versprechen dazu hölzerne Solitärmöbel wie Sideboards und Schränke mit Fächern oder Schubladen für Handtücher, Hygieneartikel, Waschlappen und einen Föhn. Nach wie vor im Trend liegen hohe Aufsatzwaschbecken, die es in zahlreichen Ausführungen und Materialien gibt. Ein Unterschrank lässt die Rohre leicht verschwinden und bietet darüber hinaus praktischen Stauraum für Putzutensilien. Doch auch wem die Authentizität des Holzes weniger zusagt, findet individuelle Lösungen für sein Badezimmer. Unzählige Hersteller bieten lackierte Badezimmermöbel in jedweder Farbe an und wer es besonders futuristisch mag, kann sich zudem für offene Stahlrahmen entscheiden, in denen das Waschbecken und die Wanne eingelassen sind.

Bei der Farbgestaltung im Badezimmer sind helle und warme Farben empfehlenswert, um dem meist immer noch recht kleinen Raum etwas an Enge zu nehmen. LED-Leuchtelemente mit verschieden farbigen Programmen spiegeln eine variable Nutzung des Badezimmers wider. Während es beispielsweise zum Schminken besonders hellen Lichts bedarf, dient gedimmtes Licht besser der Entspannung in der Badewanne. Grundsätzlich werden neue Badezimmer inzwischen meist auch mit Fenstern für reichlich Tageslicht geplant. Das spiegelt die Bedeutung des Raumes als Wohnraum mit Wohlfühlcharakter wider. vdm/ft