Stinkender Schlamm statt Teich

Umwelt Knaumühlenteiche in Limbach-Oberfrohna werden erneuert

Wer derzeit einen Spaziergang an den Teichen der Knaumühle unternimmt, der sieht folgendes Bild: Statt Gewässer sind brach gelegte Teiche zu entdecken. Auf dem Grund wachsen Gras und Schilf, es riecht nach Schlamm. "Seit dem Frühjahr sieht nun alles so trostlos aus. Das Wasser wurde abgelassen und auch die Enten und Schwäne haben mittlerweile die Flucht ergriffen", erzählt Anwohnerin Christine Schneider. Sie wohnt seit drei Jahren an den Teichen, aber so etwas habe sie noch nie erlebt.

Für den Knaumühlenteich in Limbach-Oberfrohna, bestehend aus Haupt- und Vorteich, sei für 2013 eine Sedimentberäumung geplant, informiert Ilona Schilk von der Pressestelle des Landkreises Zwickau. Die Teiche sollen demnach entschlammt und die Dämme erneuert werden. Hintergrund seien ständige Hochwasserschäden in den umliegenden Gärten. Die Knaumühlenteiche werden vom Wasser aus dem Pfarr- sowie dem Frohnbach gespeist. Bei starkem Regen seien die Bäche oft übergetreten und hätten das Wasser in die Gärten im Knaumühlenbereich gedrängt. Die Sedimentberäumung ist Bestandteil einer geplanten Maßnahme der Großen Kreisstadt Limbach-Oberfrohna für den präventiven Hochwasserschutz. Sie plane, den Knaumühlenteich zu ertüchtigen, um somit einen Hochwasserrückhalteraum von etwa 6.000 Kubikmetern zu schaffen. Überschwemmungen der Bachläufe des Pfarrbachs und des Frohnbachs könnten hiermit künftig verhindert werden, so die Pressestelle. "Die Naturschutzbehörde zeigt sich auch optimistisch, dass sich die Vögel nach Wiederherstellung der Gewässer wieder einfinden werden", sagt Ilona Schilk.