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Stolpersteine bringen Streit

Mahnmale Initiatoren fühlen sich von Stadt Limbach ausgebremst

Bereits im November hatte sich der Limbacher Stadtrat dafür ausgesprochen, dass im Stadtgebiet sogenannte Stolpersteine verlegt werden dürfen. Diese Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Form von kleinen Messingtafeln hatten Mitglieder des Bunten Bürgerforums für Demokratie angeregt. "Die Stolpersteine wurden beschlossen, aber langsam haben wir das Gefühl, dass wir auf eine endgültige Erlaubnis zum Verlegen ewig warten müssen", kritisierte Ina Grobe, eine der Initiatoren des Projekts, in der jüngsten Bürgerfragestunde des Stadtrates. Hindernis sei bislang, dass die konkreten Voraussetzungen zum Einbringen der Stolpersteine in das Stadtgebiet noch nicht endgültig geklärt sind. "Wir brauchen exakte Nachweise über die Opfer und deren Verbindung zu Limbach-Oberfrohna, zum Beispiel die Straße und das Geburtsdatum", erklärte daraufhin Präventionskoordinator Dietrich Oberschelp. Derzeit gebe es aber Widersprüche in den Daten zum letzten Wohnort und dem genauen Geburtstag einzelner Opfer. "Wir haben im Bundesarchiv Berlin und im Industriemuseum Chemnitz recherchiert. Uns geht es bei der Aktion um eine Mahnung, dass so etwas nie wieder passiert", betonte Ina Grobe. Für Oberschelp seien die bürokratischen Voraussetzungen allerdings unabdingbar. "Die Stolpersteine sind ab Tag der Verlegung Eigentum der Stadt, deshalb müssen wir uns bei allem absolut sicher sein", sagte er.