Straßenbau weiter im Verzug

Verkehr Mittweidaer Poststraße soll bis Ende 2012 freigegeben werden

Die seit Juni laufenden Bauarbeiten am ersten Teilstück der Mittweidaer Poststraße können dieses Jahr abgeschlossen werden. Jedenfalls soll bis dahin der Straßenabschnitt wieder befahrbar sein. Die Fertigstellung war bereits für Ende November vorgesehen. Doch weil an verschiedenen Punkten mehrere Schäden bei den Gas- und Abwasserleitungen sowie anderer Medienträger entdeckt wurden, verzögerte sich der Ausbau um zwei Wochen. Nach einem korrigierten Bauablauf hatte man zwar einiges an Zeit wieder aufholen können. "Doch mehr ist einfach nicht drin", betonte Mittweidas Baumamtsleiter Sebastian Killisch auf Nachfrage. Momentan erfolgt auf dem ersten der insgesamt zwei Teilstücke die Fertigstellung der Gehwege, wobei weitgehend die alten Granitborde Verwendung finden. Darüber hinaus werden Entwässerungsrinnen verlegt, während der regionale Energieversorger EnviaM bestehende Freileitungen zurückbaut und Straßenlampen installiert. Zudem läuft die Herstellung der Parkflächen. Einige Bürger hatten befürchtet, dass zukünftig Stellplätze für Autos wegfallen könnten. "Die Anzahl der Parkmöglichkeiten wird gleich bleiben, auch weil vorher nicht überall beidseitig geparkt werden durfte", sagte Killisch. Zudem teilte er mit, dass die Poststraße auch künftig nur in eine Richtung befahrbar ist. "Einzige Besonderheit ist, dass bauliche Vorkehrungen zur verkehrsberuhigten Zone angelegt werden, zu denen beispielsweise Einengungen zählen", sagte der Bauamtschef. "Damit werden schon jetzt Voraussetzungen geschaffen, damit später in dem gesamten Gebiet eine Tempo-30-Zone gilt, die für mehr Ruhe und Sicherheit sorgt, insbesondere für die Schüler", sagte Killisch. Die Maßnahme, inklusive des zweiten Bauabschnitts, bezifferte er mit 490.000 Euro, die von der Stadt getragen werden.