Streubostwiese: Alte Borstendorfer Schule vor neuer Blüte

Corona Gemeinde setzt mit Baumpflanzaktion ein Zeichen

Borstendorf. 

Borstendorf. Trotz der aktuellen Corona-Pandemie wird der Blick in der Gemeinde Grünhainichen schon etwas weiter nach vorn gerichtet. "In einigen Jahren wird dieses Projekt im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen", sagt Bürgermeister Robert Arnold über die Streuobstwiese hinter der ehemaligen Schule im Ortsteil Borstendorf. Wo sich vor kurzem noch ein verwildertes Grundstück mit ehemaligen Schrebergärten befand, sollen sich schon bald Kinder wohl fühlen und lernen. Dabei wird die Fläche auch weiterhin der Natur überlassen, denn Pflanzen und Insekten sollen dort auch weiterhin gedeihen - allerdings mit etwas mehr Einfluss des Menschen als früher.

 

Unterstützung aus dem Bundestag

 

"Der Förderverein der Kita ,Borstel' und die Gemeinde haben gemeinsam eine Baumpflanzaktion initiiert", erklärt Robert Arnold, der beim Graben der Löcher und Einsetzen der Bäume neben örtlicher Hilfe auch prominente Unterstützung erhielt. Weil für Alexander Krauß Streuobstwiesen äußerst sinnvolle Projekte mit Nutzen in vielerlei Hinsicht sind, packte der Bundestagsabgeordnete selbst mit zu. "Kinder können hier eine ganze Menge über die Natur lernen", sagt Krauß, der den Großteil der insgesamt 22 Bäume selbst sponserte. Zum Beispiel sollen dort Äpfel, Pflaumen und Kirschen reifen.

 

Vorbild für brachliegende Flächen

 

"Wenn es dann irgendwann soweit ist, wird es im Sommer Pflückaktionen geben", blickt Arnold in die Zukunft. Kinder der nahe gelegenen Kita sowie des Schulhorts, der im Gebäude untergebracht ist, können sich die Früchte dann schmecken lassen. Vor allem aber sollen sie sich Wissen aneignen. "Geplant sind auch Info-Tafeln, durch die eine Art Lehrpfad im Gelände entsteht", erklärt der Bürgermeister. Genauso soll das Biotop als Schmetterlingswiese aber auch Wissenswertes über Insekten vermitteln. Vögel könnten auch bald dazu kommen, denn die Naturschutz-AG, die in der alten Schule ihr Zuhause hat, will Nistkästen bauen. Robert Arnold kann sich gut vorstellen, dass die Wiese ein Vorbild dafür wird, wie man auch mit anderen brachliegenden Flächen umgehen könnte.