Studenten schmieden Ideen

Innenstadt Vorschläge werden im Frühjahr 2016 präsentiert

Insgesamt 80 Frauen und Männer des Architektur-Studiengangs an der Fachhochschule Erfurt waren in dieser Woche in der Innenstadt von Glauchau unterwegs. Sie konzentrierten sich dabei auf die rund 1350-Quadratmeter-Brachfläche an der Brüderstraße 16 bis 20. Die jungen Leute fertigten Fotos, machten Skizzen und sprachen mit Rathausmitarbeitern. Sie dürfen in den nächsten Monaten verschiedene Ideen für eine Bebauung des innerstädtischen Areals entwickeln. Die besten Modelle sollen im Frühjahr 2016 im Foyer des Ratshofes präsentiert werden.

Die Besonderheit ist die Lage des Grundstücks, welches sich mitten im Zentrum befindet und trotzdem einen optimalen Blick in den Wehrdigt bietet. "Die Verzahnung mit den Gebäuden in der Altstadt wird eine Herausforderung darstellen. Es wird bestimmt eine ganz große Bandbreite an Vorschlägen geben", sagt Architektur-Professor Gerhard Meyer, der mit Kollegen und Studenten zum Start des Projektes in Glauchau war. Allerdings wartet das Areal an der Brüderstraße mit weiteren "Zusatzaufgaben" für den Architektur-Nachwuchs auf. Im hinteren Bereich befinden sich die hängenden Gärten von Glauchau. Im Untergrund sind zahlreiche Hohlräume. Im direkten Umfeld gibt es nur wenig Platz zur Schaffung von Parkplätzen.

Gunnar Heerdegen, Leiter des Fachbereichs für Planen und Bauen im Rathaus, sieht in der Zusammenarbeit mit den Architektur-Studenten eine Chance. "Wir werden dadurch viele Ideen präsentiert bekommen", sagt Heerdegen. Er informiert, dass zunächst diskutiert wurde, ob sich die jungen Leute zeitgleich auf mehrere Baulücken in der Innenstadt konzentrieren. Nun befassen sich aber alle Studenten, die sich im dritten Semester befinden, mit dem Gelände an der Brüderstraße.