Tag der offenen Tür bei den Schützen

Freizeitgestaltung Viele Besucher informieren sich und probieren Waffen aus

Es ist Tradition bei den Mitgliedern der Rochlitzer Schützengesellschaft 1456, dass sie bei einem Tag der offenen Tür sich der Öffentlichkeit vorstellen. "Es kommen jedes Mal viele Besucher um einmal die verschiedenen Waffen auszuprobieren und sich über unser Vereinsleben zu informieren", gibt Vereinschef Andreas Hentschel Auskunft, der seit 2004 den 53-köpfigen Verein leitet. Wiedergründungsmitglied 1990 und amtierender Schützenkönig Peter Friebel zeigt stolz die Schießscheibe und seine Schützenkette, mit der er in diesem Jahr geehrt wurde. "Ich habe am besten getroffen. Jedes Vereinsmitglied, 29 hatten sich beteiligt, darf nur einen Schuß mit Kleinkaliber auf die Scheibe abfeuern. Dann wird akribisch gemessen und wer am nächsten dran ist, wird als Schützenkönig gefeiert", berichtet Peter Friebel, der zugleich als Proklamator bei der Siegerermittlung mitwirkt. Zum zweiten Mal ist er nun Schützenkönig im Verein seit 25 Jahren. Er ließ dann traditionsgemäß eine zehn Euro Silbermünze fassen und diese kommt an die Schützenkette, die jedes Jahr dadurch schwerer wird. Traditionell feiern die Mitglieder ihren Schützenball in der Döhlener Gaststätte, da im Vereinsdomizil an der Colditzer Straße in Poppitz zu wenig Platz ist. "Im nächsten Jahr richte ich als Schützenkönig noch das Frühstück beim nächsten Königsschießen aus", sagt Friebel. Übrigens werden die farbenprächtigen Schützenscheiben mit ihren unterschiedlichen Motiven jedes Jahr in Handarbeit angefertigt, die meisten bemalte Vereinsmitglied Wolfgang Hering. Die Rochlitzer Schützen richten als nächstes am 27. Oktober das Vorderlader Schießen um den Pokal der "Weiße Spitze" aus. Dazu werden etliche Schützenvereine aus der Region erwartet.