Talsperrenfest lockte knapp 6000 Besucher

Veranstaltung Musik, Bootsparade und Kinderprogramm jedes Jahr erfolgreich

Kriebstein . Der Spielmannszug Dürrweitzschen spielt gerade auf der Bühne, da klettert Leena Collien in einen großen Ballon und wird auf das Wasser geschoben. Die Vierjährige hat Spaß und quietscht vor Vergnügen ihre Mutter Anne Baumann winkt ihr zu. "Das ist mein erstes Talsperrenfest. Ein Bekannter hat mich mitgenommen, seine Eltern haben auf der anderen Seite eine Hütte", berichtet die junge Mutter aus Borna.

Gerade sind sie mit der Fähre über das Wasser gekommen und sind begeistert darüber was hier alles geboten wird. Das Mädchen stürmt nun zum Karussell und will auf einem Fahrrad ein paar Runden mitfahren. Zuvor wurde noch die Losbude geplündert. "Das Wetter ist prima, schön warm und es ist alles sehr sauber hier. Den Eintrittspreis finde ich in Ordnung, es soll ja auch alles erhalten bleiben und gepflegt werden", stellt sie fest. Jetzt geht es wieder zur Fähre, denn der Bekannte will die Kleine mit dem Motorboot zur Bootsparade nehmen. "Ich schau mir das Spektakel lieber vom Lande aus an mit einem kühlen Drink und heute Abend freue ich mich auf die Lasershow. Vielleicht komme ich mal zu einer Aufführung an die Seebühne", sagt noch Anne Baumann.

 

Vom Meeresgott persönlich getauft

Inzwischen haben sich Mitglieder des Geringswalder Faschingsclub ein paar Opfer aus dem Publikum geholt und auf die Seebühne geschleppt. Dort wartet bereits Neptun mit seinem Gefolge und führt die Taufe durch. Jetzt hat es auch die elfjährige Annabell aus Wurzen erwischt. Tapfer trinkt sie die Mixtur und heißt nun "weiße Möwe". Ein schattiges Plätzchen hat sich Matthias Lang mit seiner Frau gesucht und lässt sich eine Roster schmecken. Im Internet haben die Senioren vom Talsperrenfest erfahren und wollten sich gleich eine Übernachtung für drei Tage buchen. Das hat leider nicht mehr geklappt. So sind sie heute Morgen in Raschau aus der Nähe von Schwarzenberg losgefahren.

"Wir wollten zuvor noch bisschen baden, aber das geht ja leider nicht hier", sagt die Frau und ihr Mann ergänzt. "Uns hat bisher alles gefallen. Da ist wenigstens mal was los. Und immer nur im Garten sitzen, wird auch mal langweilig. Nach der Bootsparade fahren wir wieder heim", erzählt der 68-jährige Erzgebirger. Aus der Ferne erklingt Musik, die legendäre Bootsparade nähert sich dem Hafen.