Tankrabatt endet: Ansturm auf Tankstellen – Erst WM-Aus, dann steigen auch noch die Kraftstoffpreise

Erst das WM-Aus, jetzt das Ende des Tankrabatts – manchmal schreibt der Alltag die besten Schlagzeilen. Doch zwischen Zapfsäule und Warteschlange bleibt vielleicht sogar Zeit für einen kleinen Perspektivwechsel.

Lichtenau/M

Wer heute an einer Tankstelle vorbeifährt, braucht Geduld. An vielen Zapfsäulen herrscht Hochbetrieb, denn morgen endet der Tankrabatt und die Mehrwertsteuer für Kraftstoff wird wahrscheinlich um mindestens 16 Cent pro Liter steigen. Zahlreiche Autofahrer möchten sich noch einmal die günstigeren Kraftstoffpreise sichern und nehmen dafür auch Wartezeiten in Kauf.

Ansturm schon am Vormittag

Der Andrang ist bereits am Vormittag besonders groß. Viele Autofahrer gehen davon aus, dass die Spritpreise bis etwa 12 Uhr ihren niedrigsten Stand erreichen könnten. Entsprechend versuchen zahlreiche Fahrer, genau dieses Zeitfenster noch zu nutzen und den Tank ein letztes Mal möglichst günstig zu füllen.

An vielen Tankstellen bilden sich deshalb schon jetzt lange Schlangen. Wer heute noch tankt, hofft, den letzten günstigen Liter erwischt zu haben, bevor der Tankrabatt endgültig ausläuft.

Erst das WM-Aus – jetzt auch noch das

Manchmal hat man das Gefühl, das Timing könnte kaum schlechter sein. Erst das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft – und nun läuft auch noch der Tankrabatt aus. Für Fußballfans und Autofahrer war die Stimmung zuletzt ohnehin nicht auf dem Höhepunkt. Immerhin bleibt die Hoffnung, dass zumindest der Tank bis zum Rand gefüllt ist.

Lohnt sich das Warten überhaupt?

Je nach Fahrzeug und Tankfüllung lassen sich heute durchaus noch ein paar Euro sparen. Für viele Autofahrer ist das Grund genug, sich ein letztes Mal in die Schlange einzureihen und den Tank vor dem Ende des Rabatts noch einmal randvoll zu machen.

Geduldsprobe kostenlos

Und falls die Warteschlange doch etwas länger ausfällt, gibt es die Geduldsprobe kostenlos dazu. Vielleicht ist das sogar die perfekte Gelegenheit, die Lieblingsmusik etwas lauter aufzudrehen, den Podcast zu hören, der schon seit Wochen auf der Merkliste steht, oder einfach einmal den Gedanken nachzugehen, die im hektischen Alltag oft zu kurz kommen.

Denn Hand aufs Herz: Im Alltag wünschen wir uns oft mehr Zeit – und wenn sie plötzlich da ist, verbringen wir sie mit dem Blick auf das Auto vor uns. Vielleicht lohnt es sich, genau diesen Moment anders zu nutzen. Ein paar Minuten mehr oder weniger ändern am Ende selten etwas. Ein guter Song, ein inspirierender Gedanke oder die Vorfreude auf den nächsten Ausflug dagegen bleiben oft länger in Erinnerung als die paar Cent, die man heute vielleicht noch spart.

Ein kleiner Perspektivwechsel

So ärgerlich steigende Spritpreise auch sein mögen – sie erinnern vielleicht daran, dass es im Alltag immer etwas geben wird, worüber man sich aufregen könnte. Heute ist es der Tankrabatt, morgen vielleicht das Wetter, die nächste Rechnung oder die Baustelle auf dem Weg zur Arbeit.

Wichtigste Dinge kann man ohnehin nicht mit Geld kaufen

Dabei gibt es Dinge, die sich mit keinem Geld der Welt kaufen lassen: Gesundheit, gemeinsame Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind, unvergessliche Momente oder einfach die Möglichkeit, morgens aufzuwachen und den Tag genießen zu können. Viele Menschen kämpfen mit Herausforderungen, die deutlich größer sind als ein paar Cent mehr pro Liter.

Die Botschaft des Tages?

Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft dieses Tages: Ja, wenn sich noch ein paar Euro sparen lassen, warum nicht? Aber danach den Tankdeckel schließen, das Radio einschalten und losfahren. Den Sommer genießen, Erinnerungen schaffen und das Hier und Jetzt bewusst erleben. Denn was morgen kommt, weiß niemand. Umso wichtiger ist es, die Zeit zu nutzen, die wir heute haben – denn die schönsten Momente des Lebens kosten oft weniger, als wir glauben.

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