Team P&S Metalltechnik bei Deutschland Tour weiter gut unterwegs

Radsport Team P & S Metalltechnik ist am Start

Die Deutschland-Tour der Radprofis wird am 29. August in Hannover gestartet und endet am 1. September in Erfurt. Das Geschehen während der Rundfahrt dürfte in einem Unternehmen in Oederan ganz besonders aufmerksam verfolgt werden, denn es ist der Hauptsponsor einer Mannschaft, die im Peloton mitrollen wird. Das Team P & S Metalltechnik erhielt eine Einladung, weil es derzeit die Gesamtwertung der Rad-Bundesliga anführt. Bei der Deutschland-Tour darf sich die Truppe des sportlichen Leiters Lars Wackernagel mit der absoluten Weltspitze messen. Denn mit Julian Alaphilippe, Geraint Thomas, Vincenzo Nibali, Alexander Kristoff und Caleb Ewan stehen Namen in der vorläufigen Startliste, die das Herz eines jeden Radsportfans höher schlagen lassen.

22 Gruppen beweisen ihr Können

Auch das deutsche Team Bora Hansgrohe schickt unter anderem Pascal Ackermann, Emanuel Buchmann sowie den gebürtigen Zschopauer Marcus Burghardt ins Rennen. "Wir sind natürlich sehr stolz darauf, dass wir es gleich im ersten Jahr im Profibereich geschafft haben, bei der Tour starten zu dürfen. Für meine Jungs wird es sehr spannend, gemeinsam mit den Sportlern in einem Feld zu fahren, die unlängst bei der Tour de France das Niveau bestimmt haben", sagt Wackernagel. Insgesamt sind bei der Etappenfahrt 22 Sportgruppen dabei, die jeweils sechs Fahrer an den Start schicken. Wackernagel will Anfang der kommenden Woche sein endgültiges Aufgebot bekannt geben.

Update: Die erste Etappe ist geschafft!

Es ist geschafft ! Die erste Etappe der Deutschland Tour 2019 über 167 Kilometer von Hannover nach Halberstadt ist Geschichte. Das Team P & S Metalltechnik, dessen Hauptsponsor seinen Sitz in Oederan hat, schlug sich dabei sehr gut. "Die Jungs haben ihre Sache ordentlich erledigt. John Mandrysch (35.Platz) und Immanuel Stark (65.) kamen zeitgleich mit dem Tagessieger Pascal Ackermann vom deutschen Team Bora hansgrohe ins Ziel. Dominik Röber, der lange in Chemnitz lernte und bei Steffen Haslinger am Bundestützpunkt trainierte, hatte allerdings Pech. Ihm rutschte auf einer Pflasterstrecke 15 Kilometer vor dem Ziel das Sattelrohr in den Rahmen und musste deshalb das Rad wechseln. "Das kann schon mal passieren. Er hat es dann aber mit einer Energieleistung geschafft, noch eine große Gruppe zu erreichen und mit ihr ins Ziel zu fahren", sagte sein sportlicher Leiter Lars Wackernagel.

Am Freitag folgt die zweite Etappe über 202 Kilometer

Am Ende hatte Röber knapp drei Minuten Rückstand auf den Tagessieger, kam aber deutlich vor Caleb Ewan, der bei der Tour de France 2019 Etappensieger wurde, sowie dem 11-maligen Tour de France-Teilnehmer Marcus Burghardt an. "In der Schlussphase ging es insgesamt etwas hektisch zu, doch vor den Stürzen, die passierten, blieben wir zum Glück verschont. Meine Truppe genießt die Tour auf jeden Fall", sagte Wackernagel. Und das seine Jungs Seite an Seite mit Julian Alaphilippe rollen, der in diesem Jahr bei der Frankreich-Rundfahrt zwei Wochen im Gelben Trikot fuhr, kommt auch nicht alle Tage vor. Am heutigen Freitag geht es über 202 Kilometer von Marburg nach Göttingen.

 

Update: Im Höllentempo nach Göttingen

 

Göttingen Was war denn das für ein Tag im Rennsattel ? Bei der Deutschland Tour wollten die Radprofis am Freitag offenbar zeitig in ihre Teamhotels. Denn auf dem Weg von Marburg nach Göttingen (202 km) schlugen sie ein wahnsinniges Tempo an. In der ersten Rennstunde wurden 49 Kilometer zurück gelegt ! "Es war die Hölle. Die Spitzenfahrer haben unheimlich auf die Tube gedrückt. Aber alle meine Jungs haben den Kampf angenommen und sind durchgekommen", sagte der sportliche Leiter des Teams P & S Metalltechnik, Lars Wackernagel.

 

Röber mischt ganz vorn mit

 

Röber fuhr dabei das Rennen seines Lebens. Bis 10 Kilometer vor dem Ziel war er in der Spitzengruppe vertreten, wurde in der Tageseinzelwertung schließlich auf Platz 28 geführt. "Das Ergebnis ist bemerkenswert, aber bei uns geht es nicht vorrangig um einzelne Resultate, sondern um das große Erlebnis. Außerdem sollen sich meine Jungs sportlich weiter entwickeln", sagte Wackernagel.

Um für die Tagesaufgaben bei der Deutschland Tour fit zu bleiben, ist auch die richtige Ernährung wichtig. "Vor dem Rennen gibt es bei mir Müsli, Haferflocken , Obst und Gemüse und maximal zwei Brötchen zu essen", verriet zum Beispiel Röber. Abends kommt bei ihm unter anderem Reis mit verschiedenen Soßen auf den Teller.

Am Samstag steht der 3. Abschnitt der Rundfahrt auf dem Programm. Er führt über 189 Kilometer von Göttingen nach Eisenach.

Update: Team P und S Metalltechnik ist bei Deutschland Tour weiter gut unterwegs

Das Team P&S Metalltechnik, dessen Hauptsponsor in Oederan seinen Sitz hat, ist bei der Deutschland-Tour der Rad-Profis weiterhin gut dabei. Vor der finalen Etappe am heutigen Sonntag von Eisenach nach Erfurt über 160 Kilometer sind noch alle sechs Fahrer des Drittdivisionärs, der bei dieser Rundfahrt auf die absolute Weltspitze trifft, dabei. Auf dem 3. Tagesabschnitt fuhr Immanuel Stark das beste Resultat ein, der mit 80 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger den 32. Platz belegte. Insgesamt beendeten 116 Fahrer die Etappe. In der Gesamtwertung ist Dominik Röber auf dem 56. Platz notiert.

"Es war wieder ganz schön sportlich, aber die Stimmung unglaublich. Die vielen Zuschauer sind wir nicht gewöhnt. Es ist einfach ein tolles Erlebnis, bei der Tour dabei zu sein", sagte Stark. Die 3. Etappe hatte am Samstag der dänische Radprofi Kasper Asgreen gewonnen. Er setzte sich am Samstag nach 189 Kilometern von Göttingen nach Eisenach im Sprint gegen Jasper Stuyen aus Belgien durch. Mit einigen Sekunden Abstand folgte Sonny Colbrelli auf dem 3. Platz. Stuyen übernahm zudem die führende Position in der Gesamtwertung. Lange machte eine dreiköpfige Spitzengruppe bei schweißtreibenden Temperaturen die Musik, die mit dem Franzosen Julian Alaphilippe und Mads Pedersen aus Dänemark stark besetzt war. Dazu kam der Deutsche Mika Heming. Das Trio fuhr bis zu acht Minuten Vorsprung heraus, wurde aber in der Schlussphase der Etappe wieder eingeholt. Am Ende wurde von den Teams wieder ordentlich am Regler gedreht, sodass sich die Situation an der Spitze immer wieder änderte.

Die Deutschland Tour 2019 der Radprofis ist Geschichte. Nach vier Etappen herrschte insbesondere viel Freude beim Belgier Jasper Stuyven, der die Rundfahrt gewann. Auch Sonny Colbrelli konnte jubeln. Der Italiener gewann den letzten Tagesabschnitt von Eisenach nach Erfurt.

Gute Stimmung herrschte jedoch auch beim Team P & S Metalltechnik. Die Truppe um Teamchef Lars Wackernagel setzte auf den vier Etappen als Mannschaft der untersten Profikategorie durchaus Akzente. Im Rennen mit den "dicken Jungs" wie Wackernagel gern die Spitzenfahrer bezeichnet, haben seine jungen Renner nicht enttäuscht.

Röber ist der beste Akteur

Dominik Röber erkämpfte sich den 56. Platz und war damit der beste Akteur von P & S. Immanuel Stark landete auf dem 58. Rang, Michel Aschenbrenner (88.), Tobias Nolde (91.) und Robert Jägeler (92) platzierten sich ebenso im Endklassement. Nur John Mandrysch stieg auf dem finalen Tagesabschnitt vorzeitig aus dem Sattel. Insgesamt waren 132 Fahrer gestartet, 94 beendeten tatsächlich die Deutschland Tour.

Gute Stimmung nach dem Finale

"Meine Jungs sollten hier Spaß haben, dazulernen und eine gute Figur abgeben. Und das haben sie alles geschafft", freute sich Wackernagel nach der Zieleinfahrt in Erfurt. Dass alle Teammitglieder froh über ihr Abschneiden waren, merkte man im Fahrerlager. Dort fanden sich die Familien sowie viele Freunde und Sponsoren des Radteams ein, um gemeinsam über die vergangenen vier Etappen zu plaudern. Und die Getränke, die es gab, hatten sich die Renner und die sportliche Leitung mehr als verdient.